1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Greven
  6. >
  7. Fußball für die Glocken: „In miene Niendöör kümp nix in“

  8. >

Gimbter Vereine setzen sich ein

Fußball für die Glocken: „In miene Niendöör kümp nix in“

Gimbte

Seit über 100 Jahren gibt es eine tolle Dorfgemeinschaft.

Manfred Asche

„De Buer Josef Rosendahl als Torsteher met de Wanne”: Foto: Archiv

Es sollten neue Glocken für die Kirche angeschafft werden. Um die Mittel hierzu zu bekommen gaben sich die Mitglieder des Gemeinderates und des Kirchenvorstandes ein Stelldichein in Form eines Fußballspiels. Es wurde “fabelhaft”!

In einem Tor stand der „Buer”, so nannte man im Dorf allgemein den Bauern Josef Rosendahl mit einer Kaff-Wanne, in der mancher Ball hängen blieb.

Sein Spruch: „In miene Niendöör (Scheunentor) kümp nix in”. Im anderen Tor “Fännand (Ferdinand Oesterschulte-Berger), der oftmals von Sundrups Jopp mit einem Tropfen „Hovestädtsken” (Korn) gestärkt wurde.

Sportreporter war Jopp Niehüser – an ihm ist wirklich ein Reporter verloren gegangen. Es war brennend heiß, das Spiel „sehr flott”. Es regnete Tore trotz guter Verteidigung und Torsteher. Insgesamt ein sehr belustigendes Bild. In der Pause und nach Abschluss des Spiels gab die Kapelle ihr Bestes. Die Kasse wies ein ansehnliches Plus zugunsten der neuen Glocken aus.

Ein Beispiel, wie das Dorfleben auch – Gott sei Dank – heute noch funktioniert. Die Vereine unterstützen sich gegenseitig und wenn es um die Verteilung von Aufgaben geht ist jeder gern dabei. So ließ sich auch das Jubiläum gut organisieren.

Die Feuerwehr übernimmt die Verkehrsregelung, der Kirchenchor singt, andere übernehmen die Abendkasse und die Informationsstelle auf der Festwiese.

Eine schon weit über 100 Jahre sehr tolle Dorfgemeinschaft!

Startseite
ANZEIGE