1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Greven
  6. >
  7. Gartenzwerge und spanische Kunst

  8. >

Abwechslungsreiches Angebot beim Gimbter Kunsthandwerkermarkt

Gartenzwerge und spanische Kunst

Gimbte

Gartenzweige in Jeans Look, Keramik aus Andalusien und Fleischspieße aus den Abruzzen. Beim Kunsthandwerkermarkt in Gimbte kam jeder auf den Geschmack.

Von Brigitte Striehn

Bei Christa Bauer waren schöne Schmuckstücke zu erwerben. Foto: Brigitte Striehn

Schon am frühen Samstagvormittag strömten die ersten Besucher in die Gassen von Gimbte, um sich an Ständen mit hochwertigen Produkten aus handwerklicher Herstellung die Einkaufstaschen zu füllen. Nachdem die erforderliche Registrierung am Eingang erledigt war, stand einem ausgiebigen Schlendern und Schauen nichts im Wege. Der gesamte Ortskern wurde einbezogen, außerdem warteten auf dem Flohmarkt Schnäppchen.

Christa Bauer kommt mit ihrem Schmuck schon seit 34 Jahren nach Gimbte. „Damit gehöre ich wohl zu den dienstältesten Ausstellern“, sagte sie.

Alte Hölzer

Ebenfalls als „alte Hasen“ bezeichneten sich Bärbel und Dieter Jakob aus Welver. Aus über 100 Jahre alter Eiche und anderen Hölzern fertigt Dieter Jakob mit der Dekupiersäge Nützliches für Haus und Garten. Neugierige konnten ihm dabei über die Schulter schauen und den Werdegang verfolgen. Seine Frau hat sich der Acrylmalerei verschrieben und brachte Bilder und Gläser mit. Ausgefallene Keramik aus Andalusien war am Stand von Stefan und Birgit Schmitz aus Greven zu bewundern. Ihre eigenen Entwürfe lassen sie von Freunden in der Nähe von Córdoba produzieren.

Kupfer im Garten

Arnold Antons aus Greven dreht verschiedene Holzarten zu Schalen, Vasen oder Dosen. Ein Beet in der Ortsmitte diente Kurt Hagedorn aus Coesfeld als zusätzliche Ausstellungsfläche für seine Gartendekorationen aus Kupfer.

Die Gartenzwerge aus Polyester von Rüdiger Meyer aus Ahaus hatten es Mareike Kamp aus Saerbeck angetan. Sie entschied sich für ein Exemplar im Jeans-Look. Auf dem Platz zogen Schafe in Weiß oder knalligen Farben die Blicke auf sich.

Ein-Dollar-Brille

Ehrenamtliches Engagement war ebenfalls vertreten. Dr. Christoph Klotz aus Münster sammelte Spenden für die Deutsche Kinderkrebsstiftung. Zudem wurde das Projekt „Ein-Dollar-Brille“ zur augenoptischen Grundversorgung in Entwicklungsländern vorgestellt.

Neben überwiegend selbst hergestellten Textilarbeiten, Holzobjekten, Taschen oder Glückwunschkarten wurden in der Gourmet-Hütte auf dem Dorfplatz kulinarische Spezialitäten serviert. Reibekuchen, fränkische Qualitätsweine, Champignons mit Schmorkartoffeln, Arrosticini - Fleischspieße aus den Abruzzen - oder Currywurst und Pommes luden zu einer Schlemmerpause ein. Am Dorfladen stand das knallrote Kiepenkerl-Auto, an dem Günther und Hilde Doebel leckeren Kuchen verkauften. Die örtlichen Gastronomen waren in das muntere Treiben eingebunden. Jan und Andrea Terhechte hatte es gut gefallen, zwei Besucherinnen aus Hiltrup äußerten sich kritisch zur Vielfalt.

Die Harmonie sang

Ein kultureller Höhepunkt war am Samstag der Auftritt des Chores „Harmonie“ aus Greven unter Leitung von Scheker Metelajeva, die auch Akkordeon spielte. In ihren schönen Trachten sangen die Frauen russische Volkslieder. Der Kleinkünstler Ludger Hollmann aus Kassel lief auf Stelzen als „Immanuel Immergrün“ durchs Dorf, jonglierte mit Keulen und verschenkte aus seiner Schubkarre Blumenerde und Vergissmeinnicht-Samen.

„Damit ihr im nächsten Jahr noch an mich denkt“, scherzte er bei seiner mobilen Theateraktion. Emily (8) hatte viel Spaß daran. Am Sonntag war das Reckenfelder Blasorchester zur Unterhaltung der Gäste eingeladen.

Spannende Vorbereitung

„Die Vorbereitungszeit war in diesem Jahr spannend, da wir erst spät Gewissheit bekamen, dass wir den Markt eröffnen können“, stellte Jan Policnik vom Greven Marketing fest. Es sollte wieder ein abwechslungsreiches Angebot aus verschiedenen (kunst-) handwerklichen Bereichen gefunden werden. Auch in diesem Jahr waren viele Bewerbungen aus Greven und dem Münsterland eingegangen.

Bei „Neulingen“ werde zunächst das Sortiment geprüft, ehe sie eine Zusage erhalten, so Policnik.

Startseite