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Ein Überblick über die Neuerscheinungen der letzten drei Jahre

Grevens Literaturszene lebt

Greven/Reckenfeld

Greven schreibt. Und zwar fleißig. Hier sind Autorinnen und Autoren, die allein in den letzten drei Jahren Bücher veröffentlicht haben.

Von Günter Benning

Autorin Eva Gerth aus Reckenfeld . Foto: Oliver Hengst

„Jeder“, sagte mal der weltbekannte Philosoph Hans Blumenberg in einer Vorlesung, „wünscht sich doch ein eigenes Bändchen.“ Er wohnte und arbeitete in Altenberge und war das beste Beispiel dafür, dass auf dem Land die Literatur blühen kann. Nicht weit von seinem Hügel entfernt, kommt man in Greven bei einer vorsichtigen Zählung auf mindestens zehn rührige Autorinnen und Autoren, die in den letzten drei Jahren Bücher veröffentlicht haben. Vom Krimi bis zum Kinderbuch.

Sigrid Högemann, die Leiterin der Stadtbibliothek, hat sich die Mühe gemacht, Grevener Autoren in ihrem Bücherfundus zu markieren. Fein geschieden nach Autor und Autorin. Die Suche produziert weit über 100 Resultate. Wobei an die 50 Bücher auf die Rechnung eines ehemaligen Reckenfelders gehen: Manfred Kintrup, Profi-Koch und erfolgreicher Kochbuchautor lebt heute in Albachten. Seine aktuellen Hits: „Vegan für Faule“ oder „Studiküche vegan.“

Außer Konkurrenz läuft auch Susanna Mewe. Die gebürtige Grevenerin lebt in Berlin und schreibt Theaterstücke, Drehbücher, Prosa. 2019 im dtv-Verlag „Das Jenseits kann mich mal.“

Wenn man sich beschränkt, auf Literatur aus Greven, bleiben reichlich Schreibende. Eine Auswahl, die sich auf die Jahre 2019 bis 2021 beschränkt.

Preisträgerin

Marjaleena Lembcke, 76, ist gebürtige Finnin, hat in Münster Bildhauerei studiert und zahlreiche Kinder- und Erwachsenenbücher geschrieben. 28 Auszeichnungen für ihre Literatur rechnet Wikipedia auf. 2019 erschien von ihr „Jetzt sind wir einfach glücklich.“

Hannah Epping, ihr Künstlername ist Siebern, hat schon über 30 Bücher in verschiedenen Reihen unter Pseudonymen verfasst. Sie erreichen im Selbstverlag hohe Auflagen. Epping wohnt in Reckenfeld. 2021 erschien von ihr das E-Book „Schneezauber“.

Eva Gerth lebt ebenfalls in Reckenfeld und hat 2020 ihren zweiten Krimi veröffentlicht: „Der Kerzenmacher“. Beruflich ist die Autorin von mittlerweile vier Büchern im Blutspendedienst tätig.

Johannes Reisenberg, ist ebenfalls im Krimi-Genre unterwegs. Mit Toni‘s Erben hat er 2021 schon seinen dritten Greven-Krimi herausgegeben. Der ehemalige Controller und Neu-Grevener baut viel Lokalkolorit in seine Werke ein.

Reiseliteratur

Janine Reitz ist unter ihrem Künstlernamen Jani Friese schon eine alte Bekannte im Buchhandel. Neun Bücher hat die Intensivkrankenschwester mittlerweile veröffentlicht. Das jüngste heißt „Die Insel der Wale“. Reitz/Friese entführt ihre Leser an die Orte, die sie selbst vorher bereist hat: Toskana, Rom, Peru.

Jürgen Hübschen, ehemaliger Soldat, greift immer wieder zum Laptop, um vor allem heitere Geschichten aus seinen Erinnerungen aufzuschreiben. Ob als Kurpatient, Opa oder als Kind im neusten Buch „Badetag und Wundertüte“.

Grevens Geschichte

Hans-Dieter Bez fällt aus der Reihe der Romanciers heraus. Denn der ehemalige Lehrer und Lokalpolitiker schreibt, kann man sagen, ein Buch nach dem anderen über Grevens Geschichte. 2020 war es das Buch „Typisch Greven“ mit Aufsätzen aus einer Serie dieser Zeitung.

Barbro Garenfeld, hat 2021 mit ihrem Buch „Nicht warum, sondern wofür“ die aufrührende Geschichte einer Lebenswende beschrieben, die durch eine Krankheits-Diagnose verursacht wird. Ein Buch, das „heilsam (ist) und hilft, die eigenen Wege zur Gesundheit besser zu erkennen“, so ein Rezensent.

Felix Froning hat 2020 „Auf halbem Weg ins Nirgendwo“ geschrieben. Eine Fabel über den Sinn des Lebens, den Tod, die Trauer. Froning, ehemals Schüler am Augustinianum, studiert derzeit in Münster.

Jasmin Kreilmann, ebenfalls Augustinianerin, hat schon seit frühester Kindheit geschrieben. Die Design-Studentin hat mit ihrer „Chronik der Zeit“ mittlerweile drei Fantasy-Bände vorgelegt. Selbst geschrieben – und vor allem auch ästhetisch gestaltet.

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