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Neue Rolle für Nicole Rottmann

„Heimatliebe mit Leben füllen“

Reckenfeld

Beim Maibaumfest bat Franz-Josef Holthaus eine Reckenfelderin auf die Bühne: Nicole Rottmann, „die mir künftig zur Seite stehen und mich unterstützen wird“.

Von Oliver Hengst

Nicole Rottmann und Franz-Josef Holthaus führten am Samstag erstmals gemeinsam durchs Programm. Künftig wird sie ihn beim Organisieren der Ortsteilfeste unterstützen. Foto: Oliver Hengst

„Wir sind in Reckenfeld ein starkes Team.“ Franz-Josef Holthaus sagte diesen Satz beim Maibaumfest am vergangenen Samstag voller Überzeugung. Es ging auf der Bühne des Maibaumfestes gerade um das Engagement im Ort, um Hilfe für Ukraine-Flüchtlinge, um die Unterstützung der Tafel, um die jüngste Clean-Up-Aktion.

Der Satz hätte aber ebenso gut schon zum nächsten „Programmpunkt“ gehören können. Da bat Holthaus eine Reckenfelderin auf die Bühne: Nicole Rottmann, „die mir künftig zur Seite stehen und mich unterstützen wird“, sagte Holthaus. Seit Jahren hat er versucht, so jemanden zu finden. Maibaumfest, Erntedankmarkt, Weihnachtsmarkt – bei Holthaus laufen die Fäden zusammen, wenn es um die Organisation dieser Reckenfeld-Veranstaltungen geht.

Was Holthaus in „seinen“ Vereinen gelungen war, sich nämlich mehr und mehr in die zweite Reihe zurückzuziehen, wollte bei der Organisation der Ortsfeste lange nicht so richtig klappen. Wohl auch, weil alle die große Verantwortung scheuten.

Nun ist es Holthaus offenkundig endlich gelungen, eine im Ort bekannte Persönlichkeit für diese besondere Aufgabe zu begeistern. Wenngleich auch sie großen Respekt vor der Verantwortung hat, wie sie auf der Bühne offen einräumte: „Es ist ein schweres Erbe, das man übernimmt. Aber ich habe das Team im Hintergrund gesehen“, sagte Nicole Rottmann. Und das Wissen um die Unterstützung eben dieses Teams hat sie offenbar letztlich überzeugt. „Und ich bin ja auch noch da“, sagte Holthaus. Es scheint also zunächst auf eine Aufgabenteilung hinauszulaufen.

Beim Maibaumfest klappte die schon mal hervorragend. Er begrüßte die Gäste als Kiepenkerl „up Platt“ und streute in gewohnter Manier Witzchen und lockere Sprüche in die Moderation ein. Und sie agierte am Mikro schon so souverän, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Wenn sie Akteure auf der Bühne begrüßte oder verabschiedete oder mit dem Publikum interagierte, ließ sie ihren Charme spielen. Und allen war schnell klar: Die kann das!

Sie selbst sagte, dass sie die Vielfalt und die schiere Zahl von Akteuren, die sich in und für Reckenfeld einbringen, beeindrucken und auch für die neue Aufgabe motivieren. Diesen großen Willen von so vielen, Reckenfeld mitzugestalten, fasste sie mit dem großen Begriff der „Heimatliebe“ zusammen. Und sie wolle nun mithelfen, diese „Heimatliebe mit Leben zu füllen“.

Holthaus‘ jahrelanges Engagement kam auch nochmal zur Sprache, als seine Gattin und er zur eigenen Überraschung anlässlich der eigenen Goldhochzeit geehrt wurden. Während des Auftrittes des Männerchors Liedertafel gab es ein Ständchen für das Jubelpaar und obendrein einen üppigen Präsentkorb, den Klaus Schwenken vom Bürgerverein überreichte. „Danke für 20 Jahre Organisieren“, sagte Schwenken. Und Helga Holthaus dankte er, dass sie ihrem Franz-Josef immer den Rücken frei gehalten habe.

An der Überraschung hatten sich auch andere Vereine beteiligt, weil eben alle den Einsatz von Holthaus für „sein“ Reckenfeld wertschätzen. „Du bist ein prima Kerl und Du bist super für Reckenfeld“, sagte Schwenken.

Der so Gelobte war tatsächlich kurz gerührt. Als er sich wieder gefangen hatte, erklärte er, was in ihn all den Jahren angetrieben hatte. Der pure Spaß an der Sache. „Und warum macht das soviel Spaß? Weil ihr alle da seid und weil Ihr Freude habt“, sagte Holthaus mit Blick ins applaudierende Publikum.

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