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Ausstellung „Wie meine Hoffnung überlebt hat“

Inspirierende Erfahrungen

Reckenfeld/Greven

Für knapp zwei Wochen hat die evangelische Kirchengemeinde Greven die Wanderausstellung „Wie meine Hoffnung überlebt hat“ in ihren beiden Kirchen gezeigt. Eine Bilanz.

Für knapp zwei Wochen hat die evangelische Kirchengemeinde Greven die Wanderausstellung „Wie meine Hoffnung überlebt hat“ in ihren beiden Kirchen gezeigt. Foto: pf

Für knapp zwei Wochen hat die evangelische Kirchengemeinde Greven die Wanderausstellung „Wie meine Hoffnung überlebt hat“ in ihren beiden Kirchen gezeigt. Geschichten von Frauen, die zur Hälfte ältere deutsche Frauen, zur Hälfte Flüchtlingsfrauen von heute, jeweils zur Hälfte christlich und muslimisch. Alle interviewten Frauen sind vor Krieg oder Gewalt geflohen.

Die Ausstellungseröffnung begann mit einem Gottesdienst in der Erlöserkirche, den Pfarrer Moritz Gräper aus der Auferstehungsgemeinde Münster als Gast mit den Besuchern gefeiert hat.

„Gott gab uns Füße, dass wir fest stehn“ – der Boden der Kindheit – der Mutterboden war fester Bestandteil des Gottesdienstes. Mit einer Lesecollage aus der Geschichte von Ruth aus der Bibel gemischt mit Worten von geflüchteten Frauen aus Reckenfeld wurde deutlich, dass die Themen sich nicht so sehr verändert haben.

Mit einem Café der Begegnung wurde bei leckeren selbst gemachten Köstlichkeiten herausgefunden, dass 20 verschiedene Sprachen in der Runde des Cafés gesprochen werden – welch eine Vielfalt.

Beeindruckend, beängstigend, emotional, schockierend, aufwühlend, mitnehmend, berührend – als das mit dem Theaterstück „Dreck“. Geschrieben von Robert Schneider vor 30 Jahren – heute so brisant wie damals. Regie geführt hat Thomas Nufer – die Beschreibung des Kreativen und zukunftsorientiertem in Person. Gespielt und gelebt von Ahmad Dimassi – einem Menschen, der das Menschsein auf so starke Art und Weise dargestellt hat.

Das anschließende Nachgespräch mit den Zuschauern war intensiv, notwendig, leidenschaftlich und ehrlich.

Was können wir hier und heute für eine Zukunft unternehmen, auf die wir zuversichtlich und hoffnungsvoll schauen können? Wir gehen miteinander. Das wurde mit einer Pilgertour von der Erlöserkirche zur Christuskirche durchgeführt. Symbolisch brachten die Pilger die Ausstellung auf diese Art von Reckenfeld nach Greven. Bei schönstem Sonnenschein ließen sie sich von Impulsen und Liedern auf eine ganz andere Art des Miteinandergehens ein. Eine inspirierende Erfahrung.

Welche Frauenbilder tragen wir in uns? Wie sehen die Begegnungen zwischen Frauen aus unterschiedlichen Kulturen aus? Was hat uns als Frauen geprägt? Was macht uns Frauen stark? Diesen Fragen gingen Gesine Schauerte und Ilja Kryszat mit den Besuchern nach.

Eine Wanderausstellung die Bilder gezeigt, Anlass und Möglichkeit zu Gesprächen und Begegnungen gegeben und Türen geöffnet hat. Ein Dank geht an alle Helfer, die diese zwei Wochen gemacht haben.

Wer gerne Bilder oder weitere Infos haben möchte, kann sich gerne bei Ilja Kryszat, ilja.kryszat@m-einegemeinde.de, melden.

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