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Freilichtbühne beendet lange Zwangspause

Klassik für Einsteiger und Experten

Reckenfeld

Am Sonntag soll die Freilichtbühne Reckenfeld endlich wieder zum Leben erweckt werden. Weil coronabedingt alle regulär geplanten Bühnenstücke der Saison abgesagt werden mussten, kommt den nun anstehenden Einzelveranstaltungen eine besondere Bedeutung zu. Am Sonntag gibt es mit „Glitter und Glück“ zum Auftakt ein Konzert, das klassische Stücke, Chansons und vergleichsweise neue Werke vereint.

Von und

Die Musiker des Konzertes bereiten sich akribisch auf den Sonntagnachmittag vor – dann soll wieder Leben auf der Bühne einkehren. Foto: Privat

Eine lange Zeit des Verzichts liegt hinter den Besuchern der Reckenfelder Freilichtbühne – und ebenso hinter den Aktiven. Denn auch die Darsteller mussten lange ohne Auftritte auf „ihrer“ Bühne auskommen, ohne Interaktion mit dem Publikum, ohne Applaus.

Am Sonntag soll die Bühne nun endlich wieder zum Leben erweckt werden. Weil coronabedingt alle regulär geplanten Bühnenstücke der Saison abgesagt werden mussten, kommt den nun anstehenden Einzelveranstaltungen eine besondere Bedeutung zu. Am Sonntag gibt es mit „Glitter und Glück“ zum Auftakt ein Konzert, das klassische Stücke, Chansons und vergleichsweise neue Werke vereint. Von Beethoven bis Bernstein – dieses Motto beschreibt den Umfang ganz gut.

„Wir haben viele schöne, glückliche Lieder dabei“, sagt Svenja Niepel – die gleichwohl einschränkt, dass der Titel auch „Glitter Un(d)-Glück“ hätte lauten können – denn Freud und Leid liegen bekanntlich nah beieinander. Werke von Mozart sind ebenso vertreten wie Gershwin – eine Auswahl, die den Bogen von der deutschen Klassik und Romantik bis zur amerikanischen Neuzeit spannt.

„Eine schöne Mischung“, verspricht die Sopranistin, die das Programm derzeit mit Stefan Erdmann (Bariton) sowie den Pianisten Imke Fletcher und Michael Niepel einübt. Denn das Konzert ist keinesfalls ein „Best of“ früherer Konzerte, mithin kein Programm, dass sich die Musiker mal eben aus dem Ärmel schütteln könnten. Die allermeisten Stücke sind neu ausgewählt und werden eigens für diesen einmaligen Termin einstudiert.

Die Zusammenstellung der Lieder ist so gewählt, dass das Konzert sowohl für Klassikanfänger als auch für Experten geeignet sei, sagt Svenja Niepel. Das Programm zeige, wie facettenreich Klassik sein könne (mal leicht, mal anspruchsvoll) und „dass sie auch witzig sein kann“.

Die Sopranistin, die schon in vielen darstellenden und singenden Rollen an der Freilichtbühne zu sehen und hören war, freut sich vor allem darauf, dass die publikumsfreie Zeit mit dem nahenden Konzert endlich endet. „Da ist ganz viele Freude, dass man überhaupt mal wieder auf die Bühne gehen kann“, sagt sie.

Karten für das Konzert am Sonntag, 22. August (16 Uhr), gibt es im Vorverkauf in der Geschäftsstelle der Freilichtbühne,

 02575/1566. Sehr wahrscheinlich gibt es am Veranstaltungstag auch eine Tageskasse.

Wer in der Geschäftsstelle der Bühne anruft, sollte erwägen auch gleich Karten für die nächsten Events zu buchen: Ein weiteres Klassik-Konzert („Neue Liebe, neues Leben“) findet am 12. September um 16 Uhr statt. Die Bühnenshow „Die schönste Zeit ist heut“ vereint Lieblingsstücke aus früheren Produktionen und Ausblicke auf die ins nächste Jahr verschobenen Stücke und ist am 4. und 5. September zu sehen.

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