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Erfolgreicher Workshop vom städtischen „Team Jugendarbeit“ und „app2music“

Kleine Musiker ganz groß

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Auch bekannte Musiker bedienen sich digitaler Sounds aus iPads und Smartphone. Wie Kinder und Jugendliche mit diesen Geräten ihren Alltag noch viel bewusster wahrnehmen und eigene Songs komponieren und spielen können, vermittelte jetzt eine ganz besondere Projektwoche im Jugendtreff Hansaviertel.

Von Peter Sauer

Gute Songideen und gute Stimmung: Der Musik- Workshop im Jugendtreff Hansaviertel vom städtischen Team Jugendarbeit und app2music (hintere Reihe v.l.) Lea Pauly, Rasheed Aileru, Emilie Kent, Insa Evelt und Anne Harmsen mit zahlreichen Kindern und Jugendlichen lief sehr erfolgreich. Foto: Peter Sauer

Konzentriert sitzen Ahmed, Zin, Olyar und Mohamed im Jugendtreff Hansaviertel vor ihren iPads. Nein, nicht um zu daddeln oder zu zocken, sondern um Musik zu machen. Und die sechs- bis 13-jährigen Mädchen und Jungen sind mit Freude dabei, einzeln, im Duo oder in der Band. Ohne Instrumente in der Hand, aber mit iPads, die diese dank fünf raffinierter Apps- und Programme gut nachahmen können.

Den Alltagsgeräuschen auf der Spur

Insgesamt 15 junge Leute haben diese Woche das gemeinsame Workshop-Angebot des städtischen „Teams Jugendarbeit“ und des Berliner Vereins „app2music“ iWorkshop genutzt. Spielerisch lernten sie in Jam Sessions, mit Smartphone und Tablet selbst Beats zu produzieren, Naturgeräusche (Rascheln der Hecke) aufzunehmen und Klangcollagen (Steine auf Rutsche) zu schaffen, bis hin zum ganzen Song“, erläutert Anne Harmsen (Referentin app2music).

Volle Konzentration und jede Menge Spaß beim Musik- Workshop im Jugendtreff Hansavierte. Foto: Peter Sauer

Victoria und Nina (beide neun Jahre alt) haben ein poetisches Lied über den „Mond und den Sternenhimmel“ getextet, welches Victoria zum sanften Drumbeat eingesungen hat. „Singen, macht so viel Spaß“, sagt Nina, „wenn man viel übt, wird man immer besser“. Victoria hatte bislang nur zuhause gesungen. „Dort eher heimlich.“

Sofa-Live-Performance zum Abschluss

Der neunjährige Olyar spielt gemeinsam mit dem 13-jährigen Mohamed ein selbst komponiertes, sehr ruhiges Instrumental vor, was gut einem Film untermalen könnte. „C, F, noch ein bisschen Moll .., ja..so.“ Beide drücken die digitalen Noten, die Rhythmen und Sounds. Alles sitzt. Freudige Augen.

Mehr improvisiert wird bei der vierköpfigen iPad-Band „Die gruseligen Rocker“ mit dem Song „Die Gefahren der Stadt“. „Zu viert live spielen ist schwierig“, sagt Olyar, „man muss viel mehr aufpassen“. Es gibt bekräftigenden Applaus der anderen Kinder und gemeinschaftliches Mittagessen.

Krönender Abschluss der Projektwoche ist die Live-Performance aller Nachwuchsmusiker auf der Sofa-Bühne am heutigen Freitag.

Zin und Ahmed machten auch die Cover-Gestaltung ihres Songs selbst. Foto: Peter Sauer
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