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Grevener Wirtschaftsforum zum Wechsel von Stefan Deimann nach Ahlen

Kündigung keine Überraschung

Greven

Das Wirtschaftsforum Greven kann verstehen, warum Wirtschaftsförderer Stefan Deimann geht. Aber es fordert auch schnellstmöglichsten Ersatz.

Wifo-Vorstand bei der jüngsten Jahresversamlung (v.l.): Roland Bendig, Udo Storck, Veronika Westhoff, Vorsitzender Christian Muellmann und Marco Laufmöller. Kleines Foto: Stefan Deimann.. Foto: Günter Benning

Das Wirtschaftsforum Greven (Wifo) zeigt sich wenig überrascht über die Kündigung des GfW-Geschäftsführers Stefan Deimann. Die Position sei von zentraler Bedeutung für Grevens Zukunft und daher schnellstmöglich nachzubesetzen, heißt es in einer Pressemitteilung des Wifo.

Für eine starke Wirtschaftsförderung Grevens und damit für die attraktive Zukunft einer Stadt zum Arbeiten und Leben, habe sich das Wifo immer wieder öffentlich ausgesprochen. Denn die Frage, wie es mit der Gesellschaft zur Entwicklung und Förderung der Wirtschaft in der Stadt Greven mbH weitergehe, beschäftigt Greven seit vielen Jahren.

Planungssicherheit gab und gibt es nach wie vor nicht, heißt es kritisch in der Mitteilung. So fordere das Wifo stellvertretend für seine rund 130 Mitgliedsunternehmen schon lange die Eigenständigkeit der GfW als Gesellschaft mit Beteiligten aus der Wirtschaft.

Lange wurde diskutiert und zuletzt von der Stadt ein Gutachten in Auftrag gegeben, das das Wirtschaftsforum in dieser Forderung unterstützt.

Mit der Kündigung des Geschäftsführers Stefan Deimann sei jetzt allerdings ein neues großes Fragezeichen für die GfW hinzugekommen.

Es sei zwar sehr bedauerlich, dass Stefan Deimann gekündigt habe, aber alles andere als überraschend, heißt es aus dem Wifo. „Deimann hat sich ebenso wie alle Wifo-Mitglieder dem Ziel verschrieben, Greven voranzubringen. Gemeinsam haben wir in den vergangenen 13 Jahren sehr gut und vertrauensvoll zusammengearbeitet und vieles erfolgreich auf den Weg gebracht“, betont Christian Muellmann als Wifo-Vorsitzender.

Er und seine Vorstandskollegen hätten vollstes Verständnis für Deimanns Kündigung. Immer wieder befristete Vertragsverlängerungen von gerade einmal einem Jahr ohne jegliche Planungssicherheit – wie lange hätte er das noch mitmachen sollen, fragt man sich im Wifo.

In der aktuellen Phase der Neuorientierung der Wirtschaftsförderung bedeute der Wechsel der Geschäftsführerposition eine weitere Herausforderung.

Zusätzlich zu denen, die ohnehin auf der Agenda stehen: Bei der Entwicklung und Ausweisung neuer Gewerbe- und Wohnbauflächen sei mittlerweile Eile geboten, da diese in Zukunft nicht mehr in ausreichendem Umfang zur Verfügung stünden.

Das Wifo weist seit Jahren auf dieses wichtige Handlungsfeld hin und erwartet jetzt, dass Verwaltung und Politik alles unternehmen, um die Neubesetzung der Geschäftsführerposition schnell und ohne langwieriges bürokratisches Verfahren zu ermöglichen.

„Hier ist ein enger Schulterschluss aller Beteiligten gefragt. Das Wifo ist als starker und vertrauter Partner dazu bereit“, betont Muellmann.

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