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Eine musikalische Verbrüderung

L‘important c‘est la rose

Die Musik spielt eine Rolle beim Austausch – manchmal noch nach Mitternacht.

Der Gilbert Bécaud von Montargis: Jean-René Cocquelin singt in der Festhalle französische Chansons.

Jean-René Coquelin sieht gar nicht so aus. Aber der kleine Koch und Musiker, der immer etwas gebückt geht, bringt den Saal zum Kochen. „L‘important c‘est la rose“ schmachtet er wie einst Gilbert Bécaud ins Mikro. Luftblasen flattern durch den Salle des Fêtes von Montargis, der 100 Jahre alt ist und so prächtig renoviert, dass sich der ehemalige Grevener Bürgermeister Egon Koling nur wundert: „Wie machen die das? Das muss ja bezahlt werden.“

Session mit Bürgermeister Dietrich Aden und Jean René Coquelin Foto: Günter Benning

An sowas denkt natürlich kein Franzose, wenn er Bécaud hört. Wichtig ist die Rose. Voilà!

Ja, so unterschiedlich sind sie, die Franzosen und die Deutschen. Am Freitagabend, nach einem langen Biwak und nach Mitternacht hatte Cocquelin noch Bürgermeister Dietrich Aden und einige andere in sein Heimstudio am Boulevard des Belles Manières eingeladen. Und dann ging es los. Aden ans Klavier, Coquelin an die Schießbude und Udo Jürgens aufs Notenpult: Die Geschichte vom Mann, der Zigaretten holt und sich dabei alles Mögliche denkt: „Ich war noch niemals in New York. Ich war noch niemals wirklich frei.“ Auch Cocquelin schmettert mit, und die Familie Gomes, die hier einquartiert ist.

Immerhin: Als alles vorbei ist, der Abschied ansteht, die Freiwilligen geehrt werden, bekommen sie vom Bürgermeister, was wirklich wichtig ist: Ein Rose.

Session mit Bürgermeister Dietrich Aden und Jean René Coquelin Foto: Günter Benning
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