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Parkbuchten vor den Praxen werden verbreitert

Mehr Platz beim Ein- und Ausstieg

Reckenfeld

In der digitalen Infoveranstaltung des Bezirksausschusses konnte kein rechtlich bindender Beschluss gefasst werden.

Oliver Hengst

Insbesondere mit Blick auf Patienten. die eine der Praxen aufsuchen, sollen die derzeit nur 2,30 Meter schmalen Parkbuchten verbreitert werden. Foto: Oliver Hengst

Nein, hier geht es nicht um SUVs oder andere raumgreifende Fahrzeuge. Hier geht es um ganz normale Pkw, um Golf, Astra und Co. Für die werden einige Parkbuchten am Kirchplatz breiter gemacht. Genauer gesagt jene an der Volksbank und dem griechischem Restaurant nördlich der Bahnhofstraße.

Auslöser eines entsprechenden Antrages von „Reckenfeld direkt“ sind aber andere Anlieger, namentlich vor allem die Praxis für Podologie und die Physiotherapie-Nachbarn. Einige jener Patienten, die diese Praxen aufsuchen, sind mobil eingeschränkt, nicht mehr so beweglich, wie sie es gern wären. Ergo haben sie Probleme, in allzu engen Parkbuchten aus den Autos aus- und wieder einzusteigen, wie Ernst Reiling für die Fraktion ausführte.

Meike Bücker-Gittel, Leiterin der Technischen Betriebe, rechnete in der digitalen Variante der Bezirksausschusssitzung vor, dass dort derzeit 26 Parkplätze angelegt seien mit einer durchschnittlichen Breite von 2,30 Meter. Heutzutage üblich seien aber mindestens 2,50 Meter. Wenn man die Parkbuchten anpasse, würden etwa vier bis fünf Stellplätze wegfallen. „Reckenfeld direkt“ hatte sogar gefordert, die Parkbuchten auf 2,75 Meter zu verbreitern.

Martinus Benning (Unser Greven), früher als Polizist in Reckenfeld im Einsatz, kann das Ansinnen „nur begrüßen.“ Die jetzige Situation sei schon „sehr problematisch“. Eine Verbreiterung „würde Rollstuhlfahren mehr Sicherheit geben – und auch Familien mit Kindern“.

Auch die SPD schloss sich dem Vorschlag von „Reckenfeld direkt“ an, wollte aber wissen, ob eine solche Maßnahme beitragspflichtig sei, sprich: ob Anwohner dafür zahlen müssen.

Müssen sie nicht, stellte Meike Bücker-Gittel klar. Die Kosten würden ungefähr bei 12 500 Euro liegen. „Die werden wir den Bürgern nicht in Rechnung stellen. Das sind öffentliche Parkplätze.“

Olaf Wirl (Freie Wähler) regte an, eine solche Anpassung der Parkbuchten in ganz Greven einheitlich zu regeln. Seine Frage an die Verwaltung nach weiteren Standorten, an denen eine Verbreiterung möglicherweise notwendig sei, konnte jedoch spontan nicht beantwortet werden: Es gibt stadtweit einfach viel zu viele Parkbuchten. Die Verwaltung sagte jedoch zu, demnächst einen Beschlussvorschlag dazu vorzubereiten, wie mit anderen Standorten in Greven verfahren werden soll.

In der digitalen Infoveranstaltung (die formell keine Ausschusssitzung war) konnte kein rechtlich bindender Beschluss gefasst werden. Musste aber auch nicht, wie Meike Bücker-Gittel klarstellte. Man werde das als Verwaltung umsetzten, wenn es ein entsprechendes Meinungsbild gebe, das dies hergebe. Wie macht man das in einer Zoomkonferenz, in der die Mikros der meisten Teilnehmer stummgeschaltet sind? Ganz einfach: Zahlreiche Daumen gingen rauf – also wird die Verwaltung tätig.

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