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Jugendliche bringen die Dirt-Bahn in Schuss

Mit Schmackes von der neuen Rampe runter

Greven

Nie ist es fertig. Die Dirtbahn am Hallenbad wird mal gerade wieder richtig in Schuss gebracht. Auch die Jugendlichen packen an.

Henning Aßmus, Felix Meyer und Foto: Günter Benning

„Spaß, Abenteuer und Adrenalin.“ Drei Schlagworte, die Felix Schaaf einfallen, wenn er den Reiz der Dirt-Bahn neben dem Hallenbadparkplatz beschreiben will. Der Jugendliche hatte am Dienstagabend allerdings weniger das Tempo seines Fahrrad im Blick, sondern die Drehzahl des Akkuschraubers, mit dem das schicke Douglasienholz auf dem Dach der Absprungrampe befestigt wurde.

Irgendwann im Jahr 2008 oder 2009, erinnert sich der städtische Jugendpfleger Georg Dodt, wurde die Dirtbahn eingerichtet. Eine Gruppe von Jugendlichen hatte sich dafür eingesetzt. Sie liegt versteckt in den Emswiesen, nebenan das Regenrückhaltebecken, das neuerdings mit einem große Zaun abgetrennt ist. „Gut geschützt“, sagt Georg Dodt, „und trotzdem zentral gelegen.“

Dirt Bahn wird renoviert in Greven: v.l. Peter Epping, Gordon Ziegler, Georg Dodt und jugendliche Radler. Foto: Günter Benning

Etliche Hügel reizen hier zum Überspringen. Am Dienstag kam dafür noch Peter Epping mit seinem 115-PC-Case-Trecker. Der Landwirt schob die Erde zusammen. Währenddessen schraubten Teammitarbeiter des Jugendamtes mit den Jugendlichen auf dem Dach des Startcontainers an einer neuen Absprungrampe. Getreu dem Motto: Es gibt immer etwas Neues an der Dirtbahn.

Gab es hier schon mal Knochenbrüche? Gordon Ziegerl vom Jugendamt kann sich nicht erinnern: „Aber es kommt schon mal zu Abschürfungen“, sagt er, „das gehört dazu.“ Jeden Dienstag ist hier Treff, von 16 Uhr, bis keiner mehr Lust hat. Dabei wird geübt. Und auch dafür gesorgt, dass jeder mit Helm fährt. Ziegler: „Obwohl es so wild aussieht, ist es trotzdem auch sicher.“

Vor allem sind es Jungs, die hier den Kitzel des Radelns unter erschwerten Bedingungen suchen. Felix Meyer: „Man muss sich schon mal was trauen, wenn man hier runterfährt.“ Und das kann man, wie sein Kumpel Henning Aßmus sagt, „auch mit einem ganz normalen Fahrrad.“

Bneutzen kann man die Dirtbahn natürlich auch jenseits der Treffzeiten am Dienstag. Derzeit gibt es Überlegungen, im Bereich der Dirt-Bahn eine Wand für Sprayer zu installieren. Georg Dodt fände das gut: „Im Jugendhilfeausschuss ist zwar gesagt worden, dass wäre hier am Stadtrand. Aber eigentlich ist das mittendrin.“

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