Stadt legt Prognosen zur Entwicklung der Schülerzahlen vor

Mitte der 2020er wird es eng

Greven

Reichen die Kapazitäten der Schulen aus? Muss man eine neue gründen? Fragen, um die es in einer Online-Veranstaltung in Greven ging.

Oliver Hengst

Prognose Schülerzahlen Sekundarstufe Greven Foto: Stadt Greven

Zahlen, endlich Zahlen: In der digitalen Sitzung des Schulausschusses hat die Stadtverwaltung Prognosen zur Entwicklung der Schülerzahlen an den Grevener Schulen vorgelegt. Dass hinter Zahlen jeweils persönliche Geschichten stehen wurde spätestens deutlich, als Marita Lödde-Wilken, Leiterin der Mariengrundschule, von einem konkreten Beispiel berichtete. Von zwei Kindern, beide wohnen in der Wöste im gleichen Haus. Das eine, katholisch, wird aufgenommen. Das andere, muslimisch, nicht. „Das wird als ganz ernsthafte Ausgrenzung empfunden. Das trifft uns ins Herz“, sagte die Schulleiterin. Dadurch, dass aktuell ausnahmsweise eine fünfte Eingangsklasse gebildet werde, geb es nur Einzelfälle dieser Art,. „Ohne die fünfte Klasse hätten wir 20 Kinder aus der Wöste ablehnen müssen, für die wir die wohnortnächste Schule sind.“ Trete dieser Fall noch mal ein, werde es einen „großen Eklat“ geben, fürchtet sie.

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