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888 Euro für einen Musterhaushalt

Müllgebühren steigen nur geringfügig

Greven

Die Gebühren für Abwasser, Restmüll, Biomüll, Straßenreinigung und Winterdienst werden für das kommende Jahr nur um 0,3 Prozent steigen.

Peter Beckmann

Die Leckerlis, die von der Stadtverwaltung auf allen Plätzen verteilt worden waren, machten misstrauisch. Ein süßes Angebot, um eine bittere Pille zu schlucken? Das Misstrauen erwies sich als falsch. Denn die Zahlen, die im Rahmen des Betriebsausschusses veröffentlicht wurden, waren durchaus positiv. Auf den Punkt: Die Gebühren für Abwasser, Restmüll, Biomüll, Straßenreinigung und Winterdienst werden für das kommende Jahr nur um 0,3 Prozent steigen.

So werden für einen Musterhaushalt – Muter, Vater, zwei Kinder im Eigenheim – für all die oben genannten Dienstleistungen 888 Euro fällig, 2,40 Euro mehr als in diesem Jahr. „Die Gebührenbelastung ist in den vergangenen 16 Jahren pro Jahr durchschnittlich um ein Prozent gestiegen, inflationsbereinigt ist die Belastung heute geringer als im Jahr 2005“, verdeutlichte Meike Bücker-Gittel, Leiterin TBG.

Das freute auch die Politiker. Aber: Etwas störte dann doch. Die Tatsache, dass die kleineren Restmülltonnen deutlich teurer werden als die größeren Behältnisse, empfand Manfred Zilske (Grüne) als kontraproduktiv. „Wir wollen doch eigentlich Müll vermeiden, belohnen aber, wenn mehr Müll produziert wird.“ Das sei aus wirtschaftlichen Gründen nicht anders machbar, sagte Bücker-Gittel, kündigte aber neue Überlegungen zum Thema im Rahmen der kommenden Ausschreibung der Müllentsorgung an.

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