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Greven Grass für Corona-Zeiten am Emsdeich

Musikalischer Camper-Treff mit Session-Musik

Greven

Greven Grass gab es zwei Jahre nicht mehr. Aber in einem Kleinformat lebt es weiter. Am Freitag, 3. September, auf den Emswiesen.

-bn-

Grass-Musiker beim letzten Festival, das auf den Emswiesen stattfand. Foto: Günter Benning

Greven Grass war Kult. Jedes Jahr zu Pfingsten versammelten sich am Emsgestade Bluegrass-Musiker aus Deutschland und den Nachbarländern. Klangvolle Namen der Szene spielten auf der großen Bühne. Zahllose Hobbymusiker jammten auf der Wiese am Emsdeich. Das soll jetzt wieder so sein – trotz Corona.

Wobei Roland Post vom Greven-Grass-Verein die Erwartungen erst mal herunterdimmt. „Das wird ein lockeres, loses Meeting von Blue Grass Fans“, sagt er, „wer jammen will, kann kommen.“

Auf eine große Bühne wird verzichtet, wenn ab dem kommenden Freitag, 3. September, die Wiese neben Emsdeich und Hallenbad wieder für die Jünger der uramerikanischen Folkmusik aus den Apalachen geöffnet wird.

Post zählt schon an die 100 Anmeldungen dafür, er rechnet mit 150, „maximal 200 Teilnehmern für ein nettes Wochenende.“

Tatsächlich ist die Szene mobil. Viele, vor allem ältere Bluegrass-Fans touren in den Sommermonaten von einem Festival zum nächsten. In Greven kamen sie oft gerade aus Holland angefahren, unter den Gästen waren immer auch viele Niederländer. Denn dort ist diese Musik-Szene noch populärer als in Deutschland.

Schon vor einigen Wochen hat der Schmedehausener Klaus Hoffmann ein kleines privates Festival rund um Quibeldey‘s Tenne veranstaltet. In Wohnmobilen hatten sich Musiker und Fans an der Saerbecker Straße ein Wochenende lang gegenseitig beschallt.

Auch das Greven Grass-Festival am kommenden Woche wird eher auf kleiner Flamme gekocht. Man werde einige Podeste als Bühnen aufstellen, sagt Roland Post. Da können sich dann die Musiker zur Jam-Session treffen.

Das musikalische Niveau der fahrenden Zunft ist sehr unterschiedlich. Es reicht vom klimpernden Country-Fan bis zum echten Profi, der sich jenseits von Corona-Zeiten auch seine Brötchen mit der Musik verdient.

Corona hat die Musiker-Kolonne aus dem Tritt gebracht. Während viele jedes Jahr einen festen Kanon von Festivals haben, fand in den letzten beiden Jahren wenig statt. Auch Greven Grass musste zweimal pausieren. 2020 und auch Pfingsten 2021 war es stockduster auf den Bühnen.

An einigen Orten wie der Folk-Pilgerstätte in Rudolfstadt hat man statt der gewohnten Bühnenevents Straßenmusik zugelassen – es kamen mehr Musiker als erwartet.

Auch Roland Post ist sich sicher, dass das kleine Greven Grass ein Erfolg wird: „Alle sind hungrig nach etwas Kultur.“

Für Besucher der Veranstaltungen von Freitag bis Sonntag gelten die 3G: Geimpft, genesen, getestet. Mehr Infos auf www.grevengrass.de

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