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Reaktionen auf Verkehrsversuch in der Innenstadt

„Nur eine wirklich beleidigende Nachricht“

Greven

Bei Facebook wird heiß diskutiert. In der Verwaltung melden sich nur wenige Kritiker des Verkehrsversuchs direkt.

-bn-

Einfahrt in den Kreisverkehr am Rathaus. Foto: Günter Benning

Facebook, hörte man gestern, will zehn Prozent seiner Mitarbeiter entlassen, weil das Geschäftsmodell nicht so zieht wie erwartet. Eine Funktion dabei ist die des Überlaufventils für Bürger-Ärger. Zum Verkehrsversuch rund um Rathaus- und Kardinal-von-Galen-Straße dürfte es einige Hundert Kommentare geben. Die meisten sind negativ. So wie der von

Heike Möller: „Man kann eine Innenstadt auch kaputt machen! Mit so einem Verkehrsversuch fahren jetzt lieber außen um Greven herum.“

Oder der von Thomas Schuirmann: „So wie es nun läuft könnte man es als Katastrophe bezeichnen.“

In der Minderheit sind Befürworte wie Sandra Röttger: „Kreisel sind das Beste überhaupt, nur dumm wenn die Leute das nicht kapieren.“

Stadtpressesprecher Wolfgang Jung bemüht sich, in die Diskussionen einzugreifen: „Dort ist der Tonfall häufig ein bisschen rauer.“ Im Facebook-Postfach der Stadt sei aber bis dato nur eine wirklich beleidigende Nachricht eingegangen. Grundsätzlich: „Wir nehmen die Kommentare ernst und bemühen uns auf allen Kanälen darum, die Ziele des Versuchs und seine sachlichen Hintergründe zu erklären.“

Fünf Mails zum Thema

Den Weg von der Diskussionsplattform in den Sozialen Medien direkt in die Verwaltung gehen allerdings nur eine verschwindend geringe Zahl von Kritikern, erklärt Jung: „Seit Freitag sind fünf E-Mails zum Thema beim Fachbereich 4 Stadtentwicklung eingegangen, außerdem hat sich etwa ein halbes Dutzend Anruferinnen und Anrufer direkt dort gemeldet, um nach Zielen und Sinn des Verkehrsversuchs und seiner Fortführung zu fragen oder um konkrete Veränderungsvorschläge zu machen.“ Die Gespräche seien moderat im Ton und sachlich in der Art gewesen.

Die Kolleginnen und Kollegen, die die Gespräche geführt haben, hätten übereinstimmend berichtet, dass sich auf diesem direkten Weg Vieles so erklären lasse, dass daraus mehr Verständnis für den Versuch entstehen könne.

Für Olaf Pochert, der einer der Hauptansprechpartner zu dem Thema in der Verwaltung sei, deckt sich das mit den Erfahrungen, die er schon beim Cityfest mit einem Informationsstand zum Thema machen konnte: „In der direkten Begegnung sind die Gespräche über Sinn, Zweck und praktische Durchführung des Verkehrsversuchs in der Regel sachorientiert und konstruktiv.“

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