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21. Sessionsranfahrt des CCFfL

Party-Stimmung statt Online-Modus

Greven

Die 21. Auflage der Sessionsranfahrt des CCFfL lockte am Freitagabend 180 Närrinnen und Narren von Greven und Umgebung ins Ballenlager. Höhepunkt und erstes großen Highlight: Buurn Jürgen I. und Deern Andrea Weiß, wie sie da Feiervolk in gekonnter Manier begrüßen.

Von Luca Pals

„The Drummerholic`s“ gaben den Takt für den Abend vor. Foto: Luca Pals

Sie haben gewartet, gefiebert und gebangt – am Ende wurden sie belohnt: Der CCFfL – der Carneval Club Freunde fürs Leben – hat einerseits mächtig die Werbetrommel gerührt, andererseits das Hygiene-Alphabet von oben nach unten und von unten nach oben durchstudiert und umgesetzt. Das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen: Die 21. Auflage der Sessionsranfahrt im Ballenlager lockte 180 Närrinnen und Narren von Greven und Umgebung an.

Höhepunkt und erstes großen Highlight: Buurn Jürgen I. und Deern Andrea Weiß standen – auch aufgrund bisher mangelnder Präsenz-Termine – stets im Mittelpunkt, ihr Platz ist, klar wo denn auch sonst, vorne vor der Bühne. Von dieser begrüßen sie ihr Feiervolk in gekonnter Manier. Als ob sie nie etwas Anderes gemacht hätten. Seitens des Vorstandes ist schon seit Langem klar geregelt, dass beide bis zur nächsten Session weiter auf ihrem Thron bleiben, eine Übergabe und Proklamation gab es am Freitag nicht – Jürgen und Andrea dürfen die Grevener Karnevalsluft dieses Jahr auch endlich real als Buurn und Deern schnuppern.

Zu diesem Zeitpunkt ist die Feier-Stimmung schon längst wieder auf dem Niveau alter Zeiten angekommen, die Grevener Karnevalsvereine sind im weiten Rund genauso zu finden wie Feierlustige aus Grevens Umland. Statt in der Kommentar-Spalte der Online-Übertragung kann jetzt viel einfacher gefeiert werden, viele Hürden sind abgebaut.

Aber, und auch das gehört in Zeiten steigender Infektionszahlen dazu: Rein kommt nur, wer genesen oder geimpft ist: 2G im Karnevalsrausch, freiwillige Tests ergänzten die Sicherheit: „Fast alle haben sich noch einmal testen lassen“, meint Helge Falkner aus dem Vorstand am Tag nach der großen Feier.

Am Platz konnten die Masken fallen gelassen werden, beim Gang zur Toilette oder ähnlichem musste sie wieder aufgesetzt werden – alles save also? „Wir waren mit unserem Konzept sehr zufrieden und haben gemerkt, dass alle Gäste besonders klare Sicherheit im Vorfeld haben wollten. In enger Absprache mit dem Ordnungsamt haben wir das denke ich gut hinbekommen“, zieht Falkner sein erstes Fazit.

Zurückgespiegelt wurde das den Verantwortlichen mit vielen aufrechten Daumen: „Das war genau die richtige Entscheidung.“ Am Platz bleiben, sich nicht groß hin und her bewegen – auch so konnte Karnevalsstimmung im Rund von 180 Gästen aufkommen. Ein paar Plätze blieben dann aber doch verwaist, unter anderem einer der vielen Grevener Karnevalsvereine hatte sein Kommen im Vorfeld abgesagt.

Aber zurück auf die Bühne: Dort moderierte Sebastian Ruch aus den CCFfL-Reihen in gekonnter Manier durch den Abend, seine Premiere auf realer Bühne traf genau ins Schwarze, meint Falkner: „Da schaffen wir einen richtigen Generationswechsel, großen Respekt vor seiner Leistung.“

Die richtigen Hits legte DJ Frank S. auf, das Entruper Männerballett hob die Beine beim Showtanz und kam dem Willen der Feiernden nach: Zugabe in Extra-Schleife.

Dass der Verein die Zeit hatte, all das aufzuführen und seinen Gästen ein volles Programm anzubieten, lag laut Falkner auch daran, dass die Proklamation ausgefallen ist: „Dadurch konnten wir an einem Stück das Programm abspielen – das hatte auch seine Vorteile.“ Im „dreiviertel Takt“ trommelten „the Drummerholic`s“ und gaben den Takt für einen Abend vor, bei dem schon längst auf den Stühlen getanzt wurde. Aus den eigenen Vereinsreihen überzeugten besonders die Springmäuse, die ihren Showtanz „Après-Ski“ aufführten, dieser war bereits im vergangenen Jahr aufgeführt worden.

Und sonst so? Insgesamt acht Acts waren auf der Bühne, Gardetanz, Comedy, Showtanz oder der Auftritt der Husaren Blau Weiß, die ihren ersten großen Auftritt 2007 bei der Proklamation in Köln hatten, wechselten sich im halben Stunden-Takt miteinander ab.

Es soll der Auftakt gewesen sein für eine Session, die hoffentlich bis zum Ende durchhält. Man wird es sehen…

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