1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Greven
  6. >
  7. Pension Schöller bald geöffnet

  8. >

Proben an der Reckenfelder Freilichtbühne

Pension Schöller bald geöffnet

Reckenfeld

Es gibt auch im wahren Leben Menschen, die wirken auf andere schon recht eigenartig. Jeder hat eben seine Macken. Doch was passiert, wenn ein Gast, der die „Pension Schöller“ besucht, der Meinung ist, sich in einer Heilanstalt für Geisteskranke zu befinden? Das kann man ab dem 2. August auf der Reckenfelder Freilichtbühne in der Komödie „Pension Schöller“ erleben.

Rosemarie Bechtel

Die komplette Mannschaft der „Pension Schöller“ freut sich auf die Premiere am 2. August. Foto: Rosemarie Bechtel

Die Komödie wird dort unter der Regie von Christoph Volkert an sechs Spielterminen aufgeführt. Aktuell wird in diesen Tagen intensiv geprobt, während die Protagonisten aus den beiden anderen Bühnenproduktionen dieses Theatersommers bühnenfreie Zeit genießen.

Die Schauspieler haben Spaß an ihren Rollen. Sie wollten nach dem großen Erfolg von „Tratsch im Treppenhaus“ unbedingt wieder eine lustige Komödie auf die Bühne bringen. Dabei sollten in diesem Sommer nur zwei Stücke gezeigt werden, da ein Musical immer recht aufwendig ist. Doch Techniker und Bühnenbau erklärten sich bereit, diese Zusatzvorstellungen mitzustemmen.

Anfang des Jahres waren die Rollen verteilt, die Proben liefen gut an, und dann nahm das Pech seinen Lauf. Martin Weide, der die Rolle des Alfred Klapproth spielten sollte, zog sich einen Oberschenkelhalsbruch zu: „Ich habe mich total über diese Rolle mit dem witzigen Sprachfehler gefreut.“ Es wurde nach Ersatz gesucht, denn es war nicht klar, wie lange Weide mit Behandlungen und Reha ausfallen wird.

Man fand mit viel Mühe Ersatz, doch letztendlich kann Martin Weide jetzt doch spielen. Er freut sich total, und auch Tochter Martje (14) ist begeistert. Sie spielt zum ersten Mal in einem Erwachsenenstück mit.

„Das ist ein tolles Gefühl auf der Bühne zu stehen“, strahlt sie, und Papa Martin fügt hinzu: „Sie ist, seit ich sie vor sieben Jahren einmal zu einer Probe vom Hotzenplotz mitgenommen habe, nicht mehr hier wegzukriegen.“

Miriam Eicher freut sich ebenfalls auf die Aufführungen. „Wir hatten im letzten Jahr so viel Spaß. Es ist toll, wenn die Leute lachen, deshalb liebe ich so lustige Stücke. Und: Es ist gute Unterhaltung ohne Werbung.“ Ihre Rolle: „Ich bin eine Schriftstellerin, die jeden nervt, der ihr unter die Fittiche kommt. Und ich will aus allem, was ich höre, einen Roman schreiben.“

Der Regisseur, der nebenbei noch in die Rolle des Kellners schlüpft, freut sich über seine tolle Truppe. „Wir haben Spaß an den Verrücktheiten, die das Stück in sich birgt. Jetzt wird nur noch an den letzten Stellschrauben gedreht.“

Nun denn: Am 2. August ist um 19 Uhr Premiere. Am 3. und 4. August finden dann zwei Nachmittagsvorstellungen um 16 Uhr statt. Dann geht es erst wieder im September mit drei Abendvorstellungen weiter.

Das Stück ist schon gut vorgebucht, doch es gibt immer noch freie Plätze, und die Schauspieler hoffen darauf, dass die Zuschauerbänke immer gut gefüllt sind.

Startseite
ANZEIGE