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Kinder- und Jugendarbeit Reckenfeld: Offener Kindertreff wiederbelebt

Raum und Zeit für die Jüngeren

Reckenfeld

Der reaktivierte Offene Kindertreff der Reckenfelder Kinder- und Jugendarbeit wird durchaus genutzt, hat aber noch Luft nach oben. Es geht um ein Angebot für bis zu Zwölfjährige.

Von Oliver Hengst

Im Jugendzentrum am Kirchweg sind aktuell unter Beachtung der Corona-Regeln Präsenzveranstaltungen Foto: ros

Offene Angebote der Kinder- und Jugendarbeit (KuJA) Reckenfeld – da sind in der Regel die etwas älteren Jugendlichen in der Mehrzahl. „Für die jüngeren ist das manchmal eine Hürde“, sagt Aleeza Hämmisch.

Deshalb hat das Jugendarbeiter-Team im Dezember ein Angebot für die Sechs- bis Zwölfjährigen wiederbelebt: den offenen Kindertreff. Dienstags von 14 bis 18 Uhr sind die Räumlichkeiten des Kinder- und Jugendtreffs am Kirchplatz (Untergeschoss des Pfarrheims) exklusiv der jüngeren Klientel vorbehalten. „Wir haben uns vorgenommen, diese Zielgruppe wieder mehr in den Blick zu nehmen. Es gibt da durchaus einen Bedarf“, sagt Aleeza Hämmisch, Sozialarbeiterin im Team der Kinder- und Jugendarbeit Reckenfeld.

„Dieses Angebot gab es früher ganz lange, das wurde auch immer gut besucht.“ Dann kam allerdings Corona und sorgte für einen Einschnitt. Während der Lockdown-Zeiten ging dann eine Weile fast gar nichts – das Team setzte auf digitale Kanäle, um Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen zu halten.

Aktuell sind zum Glück Präsenzveranstaltungen möglich. „Da gibt es auch einen großen Zulauf. Wir sehen dort auch nicht nur die bekannten Gesichter, sondern auch einige neue, die den Weg zu uns finden.“ Auch Jüngere kommen dann ins Jugendheim, doch sei angesichts vieler „älterer“ Besucher eben doch eine gewisse Zurückhaltung der Kinder spürbar. Und die Strukturen gäben es einfach nicht her, in diesem Rahmen ganz besonders auf die speziellen Wünsche und Bedürfnisse jüngerer Kinder einzugehen. Also beschloss das Team, „einen Raum und eine Zeit“ exklusiv für die jüngere Zielgruppe zu schaffen. Ergo wurde der Versuch gestartet, den Kindertreff wieder aufblühen zu lassen.

Offenes Angebot lädt alle ein

Er ist ausdrücklich als offenes Angebot konzipiert. Das heißt, jede und jeder kann kommen und gehen, wann er/sie will. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. „Die Kinder können auch gerne ihre Freunde mitbringen“, sagt Aleeza Hämmisch. Das erleichtere vielleicht hier und da den „Einstieg“.

Und auch Eltern seien eingeladen, sich einen Eindruck von den Räumen und den Sozialarbeitern zu verschaffen. Es sei, sagt Hämmisch, durchaus legitim, dass Eltern, die ihre Kinder zu einem neuen Angebot schicken, vorher mal ein Gesicht gesehen haben wollen oder die eine oder andere Frage zur Konzeption beantwortet haben möchten.

Bei der Gelegenheit lasse sich dann auch klären, welche Corona-Regeln bei den Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit gelten. Hier gebe es durchaus immer wieder etwas Verunsicherung und entsprechenden Redebedarf.

Kinder können die Themen mitbestimmen

Bei den Dienstags-Terminen gibt es immer einen wechselnden thematischen Schwerpunkt, hier sei man aber flexibel und gehe auch sehr stark auf Wünsche und Anregungen der Kinder ein, erklärt die Sozialarbeiterin.

Noch wird das Jugendarbeiter-Team beim offenen Kindertreff nicht gerade überrannt. „Es kommen schon Kinder, aber es könnten noch mehr sein“, sagt Aleeza Hämmisch. „Es ist schon erklärungsbedürftig.“ Man versuche, die Information über den Termin möglichst breit zu streuen und spreche viele Menschen an (auch Eltern), die bei Kindern in diesem Eltern eben oft noch eine wichtige Lotsenfunktion haben.

Offener Kindertreff, für alle zwischen sechs und zwölf Jahren, dienstags 14 bis 18 Uhr, Jugendzentrum am Kirchplatz 8 in Reckenfeld.

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