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50 Jahre CENO – auf flexible Bedachungen spezialisiert

Schalke-Dach und Biogasanlagen

Greven

Wer mal trocken unter dem Dach des Schalke-Stadions gesessen hat, verdankt das einer Grevener Firme. Ceno steht seit 50 Jahren für Spezialstoffe zur Überdachung

Freuen sich über 50 Jahre Ceno: (v.l.n.r.): Arne Laugwitz, Robert Dietl und Dorothe Hünting-Boll (IHK Nord Westfalen) Foto: CENO

Das Grevener Unternehmen Sattler Ceno feiert in diesem Jahr das 50. Firmenjubiläum. Dorothe Hünting-Boll, Regionalbeauftragte der Industrie- und Handelskammer überreichte jetzt dem Geschäftsführer Robert Dietl und dem Prokuristen Arne Laugwitz die Jubiläumsurkunde der IHK Nord Westfalen. Sie betonte, dass solche Firmenjubiläen schon etwas Besonderes seien. Sie würden in Nordrhein-Westfalen nicht so oft vorkommen.

Gegründet 1972 als ein Tochterunternehmen der im Münsterland bekannten Carl Nolte GmbH, hat sich Ceno schon seit den 70er Jahren auf das Bauen mit technischen Textilien konzentriert, heißt es in einer Pressemitteilung.

Aus Altersgründen der Eigentümer, der Brüder Nolte, wurde im Jahr 1996 das Unternehmen Carl Nolte restrukturiert und das Teilunternehmen Ceno an die Sattler AG aus Graz in Österreich verkauft.

Sattler AG ist einer der größten Schwerweberei und Beschichtungsbetriebe von technischen Textilien in Europa sowie einer der Marktführer im Bereich Markisenstoffe.

Synergien mit Mutterkonzern

Als selbstständiges Tochterunternehmen konnte sich Ceno aufgrund der hohen Synergien mit dem Mutterkonzern am Standort in Greven kontinuierlich weiterentwickeln.

Im Laufe der letzten fünf Jahrzehnte hat Sattler Ceno Hunderte von textilen Bauten erstellt, wie etwa die Stadionüberdachungen für Schalke, Wolfsburg und Hoffenheim oder die verfahrbare Tribünenüberdachung für die Freilichtbühne in Tecklenburg, um nur ein im Münsterland sehr gut bekanntes Projekt zu benennen.

Gleichzeitig sind die Bereiche Industrie- und Umwelttechnik wichtige Standbeine des Unternehmens: ob Zelt- und Hallenbeplanungen, mobile Lärmschutzwände oder der Bau von Biogasspeichern für Kläranlagen und Landwirtschaft – die Produktpalette ist weit gefächert.

Vor dem aktuellen Hintergrund der Energiekrise stellt vor allem der Bereich der Biogas-Speicher ein großes Potential für die weitere Entwicklung des Unternehmens dar.

Wer kennt sie nicht aus dem Landschaftsbild – die Biogasanlagen mit den spitzdachförmigen oder großen kugelförmigen Gasspeichern. Aus vielen Landwirten sind mittlerweile auch sogenannte „Energiewirte“ geworden.

Zukunft Biogas

Biogas kann zur Verstromung und Wärmeversorgung genutzt oder – nach Aufbereitung – als Biomethan, also als biologisch hergestelltes Erdgas, verwendet werden. Die Biomethanproduktion soll nach Plänen der EU bis 2030 europaweit verzehnfacht werden.

Bisher gibt es in Deutschland rund 9500 eher kleinere Biogasanlagen, die laut dem Fachverband Biogas e.V. mit einer installierten elektrischen Leistung von über 4 Gigawatt betrieben werden. Das entspricht in etwa acht Kohlekraftwerken. Damit versorgen diese Biogasanlagen rechnerisch mehr als 9,3 Millionen Haushalte mit Strom.

Vor allem wenn die Sonne nicht scheint und der Wind kaum bläst, kann Biogas die Versorgungslücken bei Wind- und Solarkraft ausgleichen. Welch großes Potenzial in der Nutzung von Biogas steckt, zeigt sich auch bei unserem Nachbarn Dänemark. Hier setzt man eher auf größere Anlagen und deckt mit der Vergärung von Gülle, Stallmist und Bioabfällen bereits heute 40 Prozent seines Gasbedarfs mit Biogas.

Sattler Ceno hat in den letzten Jahrzehnten bereits Hunderte von Biogasanlagen in aller Welt mit Speichersystemen beliefert. Selbst in Corona-Zeiten wurden Projekte nicht nur in Europa sondern auch in Brasilien, USA und auf den Philippinen realisiert.

Aufgrund des zu erwartenden Auftragsanstiegs sucht das Unternehmen für den Produktionsbereich noch Mitarbeiter, heißt es in der Mitteilung.

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