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Spendensammlung des ReBüVe für Hochwasseropfer in Schuld abgeschlossen

Schecks für drei Flut-Familien

Reckenfeld

Insgesamt sind bei der Spendenaktion rund 16 000 Euro zusammengekommen. Viele kleine und einige größere Spenden sind innerhalb weniger Wochen auf dem Vereins-Konto eingetroffen.

Von Oliver Hengstund

Unvorstellbare Schäden: Das stark betroffene Dorf Schuld Foto: Privat

2014 war Schuld an der Ahr noch Landessieger bei „Unser Dorf hat Zukunft“ . Ein schmutziges, abgerissenes Schild am Straßenrand dokumentiert den Erfolg von einst. Heute liegt Schuld in Trümmern – und doch glauben viele im Dorf fest an eine bessere Zukunft. Auch weil es nach dem verheerenden Hochwasser viel Hilfe von Außenstehenden gibt. Unter anderem aus Reckenfeld.

Nachdem der Bürgerverein ReBüVe vom Schicksal etlicher Betroffener erfahren hatte, begannen die Aktiven umgehend damit, die Trommel zu rühren und Spenden einzuwerben. Vor kurzem waren nun Vereinsvertreter aus Reckenfeld in Schuld und haben symbolische Schecks überreicht.

Und die können sich sehen lassen. Insgesamt sind bei der Spendenaktion rund 16 000 Euro zusammengekommen. Viele kleine und einige größere Spenden sind innerhalb weniger Wochen auf dem Vereins-Konto eingetroffen. Dass eine so stattliche Summe zusammengekommen ist, lag sicher auch an der Zusage des ReBüVe, dafür zu sorgen, dass das Geld direkt an von der Jahrhundertflut Betroffene weitergeleitet werden soll.

Und genau dieses Versprechen ist nun eingelöst worden. In Schuld haben drei Familien einen Scheck über jeweils 3262 Euro erhalten, zwei weitere Familien sollen im nahen Ahrweiler folgen.

Die drei Familien in Schuld waren vom Hochwasser besonders hart getroffen worden, für die Schäden kommt keine Versicherung auf. Der Bürgermeister der Gemeinde, mit dem der Reckenfelder Bürgerverein seit Wochen in engem Austausch ist, hat die Familien ausgewählt, auf die nun die Spendensumme aus Reckenfeld aufgeteilt wurde.

Da ist zum einen eine Familie, die eine Pizzeria im Ort betrieben hat. Vom Gebäude ist nichts übrig. „Man sieht noch das Loch, wo das Haus mal stand“, berichten ReBüVe-Vertreter, die vor Ort waren. Geld geht auch an eine Schaustellerfamilie, die zahlreiche Fahrzeuge und Geräte verloren hat, auch das Gebäude 50 Meter vom Ufer der Ahr entfernt, ist stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Dritter Empfänger eines Schecks ist eine Familie, bei denen das Wasser das gesamte Erdgeschoss des Hauses geflutet hatte. Bevor der Wiederaufbau startet kann, muss quasi in den Rohbaustandard gebracht werden.

Trotz dieser großen Schäden „stecken die Menschen nicht den Kopf in den Sand“, haben die Reckenfelder beim Besuch festgestellt. Zu einer großen Dankbarkeit für die Spenden gesellt sich große Entschlossenheit und Tatkraft. Der Eindruck des ReBüVe: „Die Menschen sind begeistert, dass so viel Hilfe kommt.“

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