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Kunstrasenplatz wegen Verschmutzung gesperrt

Scherben, Müll und Vandalismus

Greven

Vandalismus auf dem DJK-Sportplatz. Wegen Splittern kann der Kunstrasen nicht benutzt werden. Die Sportler sind sauer.

Von Sven Thiele

Zum wiederholten Male wurde in den Kiosk auf dem DJK-Gelände eingebrochen. Foto: Sven Thiele

Es ist eine der unschönen Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Pandemie. Was passiert, wenn aus belebten verlassene Orte werden, lässt sich derzeit am Beispiel der Emsaue beobachten.

Die öffentliche Sportanlage hat sich während der Pandemie abseits des Sports zum beliebten Treffpunkt entwickelt. Müll und Vandalismus haben spürbar zugenommen. Trauriger Höhepunkt in dieser Woche. Weil der Kunstrasenplatz mit Scherben übersäht war, sah sich die Stadt zu einer Sperrung gezwungen. Und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, wo der Vereinssport wieder Fahrt aufnehmen sollte.

Tore demontiert

Auf dem Kunstrasen in der Emsaue, wo sich seit Wochen anstelle der Vereinsfußballer Freizeitkicker die Klinke in die Hand geben, sind die Tore seit Anfang der Woche demontiert. Das Gelände ist mit Flatterband abgesperrt. Der Grund: Glasscherben machen ein gefahrloses Spiel unmöglich.

Dass der Platz ausgerechnet zum Zeitpunkt der Rückkehr der Vereinsfußballer gesperrt ist, ist nicht das einzige Ärgernis aus Sicht von Sandra Weddeling (Vorstand Sport DJK). Scherben, Müll und Vandalismus machen dem DJK-Sportvorstand auf der gesamten Anlage zu schaffen.

Ein ebenfalls beliebter Treffpunkt ist die überdachte Tribüne. Dort befindet sich auch ein Kiosk. Anfang dieser Woche war das Gebäude Ziel eines Einbruchs. „Zum wiederholten Mal“, stöhnt Sandra Weddeling. Eingeschlagene Scheiben und eingetretene Kabinen zeugen von dem unübersehbaren Vandalismus-Problem in der Emsaue. Die innerstädtische Sportanlage war wegen der Corona-Pandemie für Sportler nur eingeschränkt nutzbar, gleichwohl ist sie tagsüber frei zugänglich.

„Fühle mich allein“

Hinweisschilder mit Verhaltensregeln haben offenbar nicht die gewünschte Wirkung erzielt. Hinweise an die Stadt auch nicht. „Ich fühle mich allein gelassen“, beklagt Weddeling.

Sie appelliert an die Stadt, den Jugendlichen alternative Treffpunkte anzubieten. Gleichzeitig hofft sie, dass sich die Situation mit der Belebung durch den Vereinssport wieder etwas beruhigt. Immerhin: In der kommenden Woche soll der Kunstrasenplatz wieder zur Verfügung stehen. So hat es ihr die Stadt versprochen.

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