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Zwei Anbieter

Schnelles Internet für den Süden

Greven

Zwei Anbieter wollen Greven ans schnelle Internet anschließen. Im Süden der Stadt planen die Stadtwerke den Anschluss.

Von Peter Beckmann

Glasfaserstränge in der Bauerschaft. Foto: Günter Benning

Es ist schon komisch: Jahrelang passiert gar nichts – und dann gibt es künftig gleich zwei Anbieter. Die Rede ist vom schnellen Internet über Glasfaser. Das ermöglichte eine Bandbreite von bis zu 1000 Mbit/s im Download.

Freuen dürfen sich vor allem die Bewohner des Grevener Südens. Denn hier planen die Stadtwerke Greven im Zuge der Vorarbeiten für das Bio-Wärmenetz Glasfaserkabel zu verlegen. Und zwar da, wo bereits Leerrohre liegen. Das ist im Bereich rund um Schützenstraße, Grabenstraße und Teichstraße der Fall.

Aber: Das war es dann auch. Denn die ursprünglichen Pläne, alle Straßen im Süden parallel zum Ausbau des Nahwärmenetzes mit Glasfaser zu versorgen, sind vom Tisch. „Da sind inzwischen andere Anbieter aktiv, ein Doppelausbau ist eher unwahrscheinlich“, sagte Andre Lüke, Geschäftsführerin der Stadtwerke, auf Anfrage.

Der zwei Anbieter ist die „Glasfaser Nordwest GmbH“, ein gemeinsames Unternehmen – oder wie man so schön neudeutsch sagt – ein Joint Venture von Telekom und EWE, zu dem auch das Unternehmen Osnatel gehört. Die Glasfaser Nordwest startet im August mit dem Ausbau des Glasfasernetzes im Bereich zwischen Barkenstraße und Rathausstraße im Norden, der B 481 im Osten, der Umgehungsstraße und Schützenstraße im Westen und dem Siedlungsweg im Süden. Das Wohngebiet Wöste ist allerdings größtenteils ausgenommen.

Bis Februar 4300 Anschlüsse

Bis Februar 2023 soll die Möglichkeit für 4300 Anschlüsse an das Glasfasernetz geschaffen werden. Die Vermarktung startet parallel mit dem Baustart.

Die Bauerschaften rund um Greven sind inzwischen zum größten Teil mit Glasfaseranschlüssen versorgt. Im Stadtgebiet selbst sieht es mit Glasfaseranschlüssen eher mau aus. Laut Bundesnetzagentur haben unter zehn Prozent aller Haushalte Zugriff auf das Glasfaser-Netz. Bei der Versorgung mit Internet über das (Fernseh-)Kabelnetz liegt die Stadt Greven bei einem Versorgungsgrad zwischen zehn und 50 Prozent. Über einen DSL-Anschlüssen mit mehr als 50 Mbit/s können immerhin zwischen 75 und 95 Prozent aller Grevener Haushalte verfügen.

Allerdings: DSL oder VDSL-Leitungen können inzwischen mit Hilfe des sogenannten Vectoring-Verfahrens oder sogar des Super-Vectoring-Verfahrens sogar eine Datenrate von bis zu 300 Mbit/s ermöglichen.

Wie es mit dem Glasfaserausbau in Greven weiter geht? „Das werden wir im Rahmen der Wirtschaftsplanberatungen zum Ende des Jahres beraten, Ausbauplanungen in Bereichen, wo kein anders Unternehmen ausbaut, haben wir vorliegen“, erklärte Lüke.

Wer sich für einen Glasfaseranschluss interessiert, kann sich auf der Internetseite der Stadtwerke Greven und ab August auf den Internetseiten von Telekom und Osnatel informieren.

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