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Große Begrüßung am Vosskotten

Schützenparty für die Flüchtlinge

Greven

Grevens Schützen laden ein. 200 Geflüchtete aus der Ukrainer sollen mit den Schützen feiern.

-bn-

Keith Maitland – Schotte und Vorsitzender des Schützenvereins Maestrup. Foto: Günter Benning

Keith Maitland ist ein ganz besonderes Beispiel für gelungene Integration. Seit einem Jahr ist er Vorsitzender des Schützenvereins Maestrup – als gebürtiger Schotte.

Vielleicht weiß er auch deshalb, wie wichtig es ist, Freunde und Bekannte in einem neuen Land zu finden. Fünf Schützenvereine laden am Samstag, 13. August, rund 200 ukrainische Flüchtlinge zu einem großen Spiel- und Grillfest am Vosskotten ein.

„Eigentlich wollten wir die Ukrainer in den Zoo einladen“, sagt Maitland. Aber das wäre zu teuer geworden: 200 Mal Eintritt plus Transport. Unbezahlbar.

Jetzt geht es auch anders, am Vosskotten und als großes Begegnungsfest: „Denn die Mitglieder der Schützenvereine und ihre Familien kommen ja auch – da kann man sich kennenlernen.“

Mit von der Partie sind die Schützengesellschaft Mastrup, der Schützenverein Frohsinn Greven-Ost, der Schützenverein Vosskotten-Floth, die Bürgerschützen-Gesellschaft, der Schützenverein Bahnhof und der Schützenvereine Einigkeit Sandweg.

Kein Schützenfest

Eines ist dabei aber klar. Es wird kein Schützenfest für die Flüchtlinge geben. „Dagegen haben wir uns ganz bewusst ausgesprochen“, sagt Maitland. Stattdessen stehen Spiele, Hüpfburg, Schmink-Atelier und das Essen vom Grill im Vordergrund.

Die erste Hürde war es für die Schützen, die Ukrainer einzuladen. Die Stadt rückt natürlich keine Adressen raus – Datenschutz. „Das finde ich auch richtig“, sagt Maitland. Aber dann konnte die Flüchtlingshilfe weiterhelfen – und ein Aufruf in den WhatsApp-Gruppen sorgte für einen regelrechten Run auf das Fest. 90 Familien, viele mit mehreren Kindern, haben sich angemeldet. Am übernächsten Samstag geht es von 14 bis 18 Uhr am Vosskotten rund. Und für Kommunikation ist auch gesorgt. Man hat gleich sechs Übersetzer im Boot.

Keith Maitland erinnert sich an den Tipp seiner Frau, als er sich entschlossen hatte, endgültig in Greven zu bleiben: „Ich konnte anfangs kein Deutsch – und dann musste ich es nur noch sprechen.“

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