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„Moi et les autres“ in der Kulturschmiede

Spritzig, locker und mit Charme

Greven

Spritzig, locker und mit unverwechselbar französischem Charme führte Brousset durch das rund zweistündige Programm „Départ“ (Aufbruch).

Von Ulrich Coppelund

Das Ensemble „Moi et les autres“ (v.l.): Eric Dann (Akkordeon, Harmonika, Glockenspiel), Simon-Tobias Ostheim (Drumset, Ukulele), Juliette Brousset (Gesang) und David Heinz (Gitarre, Ukulele). Foto: Ulrich Coppel

„Wir zählen nach der Pause durch“, ermahnte Sängerin Juliette Brousset ihr Publikum in der Kulturschmiede, und fragte: „Seid ihr auch so?“. Als die fünfköpfige Band „Moi et les autres“ („Ich und die anderen“) am Freitagabend ihr Konzert eröffnete, startete nebenan im Ballenlager nämlich der CCFFL gerade in die neue Karnevalssession. Fürchtete die vom SR-Kulturjournalisten Gerd Heger als „Deutschlands beste Swing-Chanson Band“ geadelte Formation sich etwa vor zu viel westfälisch-rheinländisch-folkloristischer Konkurrenz?

Nach kurzer anfänglicher Applausanimation durch „Moi et les autres“-Gitarrist David Heintz war das beim Konzert der Kulturinitiative kein Thema mehr.

Spritzig, locker und mit unverwechselbar französischem Charme führte Brousset durch das rund zweistündige Programm „Départ“ (Aufbruch), zugleich auch Name der aktuellen CD des Ensembles. Souverän und routiniert begleiteten die Instrumentalisten dabei. Immer wieder gab es kleine Anekdoten zwischen den Songs, etwa über die Vielfalt des Bahn-Angebots an sanitären Anlagen oder den Gedanken einer Sängerin bei respiratorisch-symptomatischen Mitreisenden in ebensolchen.

Mal tauschen kurzerhand Heintz, Simon-Tobias Ostheim und und Andreas Büschelberger ihre Westerngitarre, Drumset und Kontrabass jeweils gegen Ukulelen, mal Eric Dann sein Akkordeon gegen eine Harmonika oder ein Glockenspiel. Mal bereicherten elektronisch erzeugte Gesang-Loops oder auch ein punktuell eingesetzter, künstlich erzeugter Schellackplatten-Gesangeffekt die eigenen Kompositionen für Akustikensemble. Am Ende stand das Publikum und klatschte mit. Beste Unterhaltung also, – ganz ohne Helau und Alaaf, und zwei Zugaben, darunter „Les Champs-Élysees“ – dem Chanson-Klassiker schlechthin.

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