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Zwangsarbeiter

Vize-Konsulin beim Gedenken dabei

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In diesem Jahr nahm mit Vize-Konsulin Agnieszka Krawczyk erstmals eine Vertreterin des Generalkonsulates der Republik Polen in Köln am Gedenken teil.

In diesem Jahr nahm mit Vize-Konsulin Agnieszka Krawczyk erstmals eine Vertreterin des Generalkonsulates der Republik Polen in Köln am Gedenken teil. Foto: Privat

Am 14. August 1942 wurden die beiden polnischen Zwangsarbeiter Franciszek Banaś und Wacław Ceglewski in den Bockholter Bergen bei Greven wegen „verbotenen Umgangs“ von der Gestapo hingerichtet. Anlässlich des 79. Jahrestages fand am vergangenen Freitag erneut eine Gedenkveranstaltung von VVN-BdA Münster und Bündnis 90/Die Grünen Greven in den Bockholter Bergen statt.

In diesem Jahr nahm mit Vize-Konsulin Agnieszka Krawczyk erstmals eine Vertreterin des Generalkonsulates der Republik Polen in Köln am Gedenken teil. Sie machte deutlich, wie wichtig es dem Konsulat sei, der beiden NS-Opfern gemeinsam zu gedenken und äußerte die Hoffnung, „dass diese Geschichte sich nie wieder wiederholt.“

Nach dem Grußwort der Vize-Konsulin machten Detlef Lorber von der VVN und Ratsfrau Lore Hauschild von den Grünen die Bedeutung und Notwendigkeit des Erinnerns an die NS-Verbrechen deutlich. Historiker Christoph Leclaire zeichnete schließlich die Verfolgungsgeschichte der beiden polnischen Zwangsarbeiter bis zum Tag der Hinrichtung nach. Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Kranzniederlegung und ein stilles Gedenken der Teilnehmenden.

Leider waren nur wenige Menschen zur Gedenkstätte in die Bockholter Berge gekommen. Neben der Freude über den Besuch der Vize-Konsulin Agnieszka Krawczyk bedauerten die Veranstalter aber vor allem, dass erneut kein offizieller Vertreter der Stadt Greven der Einladung zum Gedenken gefolgt war.

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