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„Clean Up“-Aktion des Reckenfelder Bürgervereins

Vorgezogener Frühjahrsputz

Reckenfeld

Zusammen mit seinem Großvater Wilfried Richtermeier war Henry am Samstagvormittag in den Reckenfelder Ortskern gekommen – als gutes Beispiel geht er voran und sammelte, was das Zeug hält: Dafür, dass sein Ort wieder schön ist, kurzum: ein vorgezogener Frühjahrsputz. Die „Clean Up“-Aktion des Reckenfelder Bürgervereins war zuletzt wegen der Corona-Pandemie ausgefallen.

Von Luca Pals

An der „Clean Up“-Aktion des Reckenfelder Bürgervereins beteiligten sich am Samstag kleine und große Freiwillige. Im vergangenen Jahr hatte der Verein eine längere pandemiebedingte Pause eingelegt. Foto: Luca Pals

Der kleine Henry hat die große Mülltüte in der linken, den Greifer in der rechten Hand. Die Tüte, in der am Ende des Tages so viel Plastik, Abfall und sonstige Reste verstaut werden soll, wie es nur geht, ist dabei fast so groß wie er selber: Mit vier Jahren war er am Wochenende einer der jüngsten Teilnehmer bei der außerplanmäßigen „Clean Up“-Aktion des Reckenfelder Bürgervereins (ReBüVe).

Zusammen mit seinem Großvater Wilfried Richtermeier war Henry am Samstagvormittag in den Reckenfelder Ortskern gekommen – als gutes Beispiel geht er voran und sammelte, was das Zeug hält: Dafür, dass sein Ort wieder schön ist, kurzum: ein vorgezogener Frühjahrsputz.

Denn eigentlich ist es in Reckenfeld gute Tradition, dass das kollektive Säubern des Ortskerns im Frühling zum Aufstellen des Maibaums und im Herbst zum Abstellen von eben diesem stattfindet. Im vergangenen Jahr hatte der ReBüVe eine längere pandemiebedingte Zwangspause einlegen müssen, konnte im September bei gutem Wetter aber wieder starten und wurde damals mit etwa 25 Helferinnen und Helfern belohnt. Am Samstag waren es sogar noch ein bisschen mehr: Auf 30 Personen schätzte Initiator Jürgen Otto die Teilnehmerzahl.

Über diese freute er sich zusammen mit Richtermeier aus zweierlei Gründen: Einerseits bot das össelige Januar-Wetter nicht den perfekten Rahmen, andererseits war die Aktion eher spontaner Natur und vor allem dem aktuell schlechten Ortsbild geschuldet. Richtermeier: „Es ist wieder etwas schlimmer geworden, vor allem auf den großen Parkplätzen liegt viel Müll rum.“

Trotz Wetters und Spontanität hatten sich wieder einige Helferinnen und Helfer zusammengefunden. Otto beobachtet hierbei schon seit einigen Jahren einen Trend dahin, dass sich – auch aufgrund der Tradition der Veranstaltung – ein fester Kern herausgebildet hat, aber immer auch wieder neue Gesichter dazu kommen würden: „Heute sind es bestimmt zehn Personen, die ich bei uns vorher noch nicht gesehen habe. Das freut uns natürlich besonders“, so der „Vater“ der „Clean Up“-Aktion.

Besonders junge Familien mit Kindern würden mit anpacken – etwas, das besonders Richtermeier freute: „Wir wollen natürlich den Ort sauber halten, mit unseren grünen Westen im Ortskern auch aufmerksam auf das Problem machen und besonders die jungen Menschen für die Müll-Probleme, besonders angesichts des vielen Plastiks sensibilisieren.“ Mit bestem Beispiel ging er selber voran, indem Enkel Henry gleich mit anpackte.

Neben dem Ortskern konnten auch einige Teile im äußeren Bereich gesäubert werden. Unter anderem waren sechs Reckenfelder vom Ortseingang an der Grevener Straße bis zum Kreisverkehr bei Etna unterwegs.

Apropos Restaurant: Am Abend konnte sich das ganze Team auf eine Belohnung freuen, alle zusammen verbrachten zusammen einen Abend bei Speis und Trank. Dabei stießen sie wohl auch auf die nächste Aktion an, die schon bald anstehen wird.

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