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Kinderland erweitert Frühstückskonzept

Weniger Wurst und mehr Quark an der Oevermannstraße

Greven

Die Kinderland-Kita an der Overmannstraße in Greven hat ihr Frühstück geändert. Regionale Produkte spielen eine größere Rolle. Und es gibt zwei fleischlose Tage in der Woche.

Weniger Wurst, mehr Quark – und gesunde Produkte aus regionaler Produktion. Im Kinderland an der Overmannstraße ist das Frühstück gründlich durchdacht. Foto: Kinderland

Seit einem halben Jahr arbeitet das Kinderland Overmannstraße an einer Entwicklung des Frühstückskonzeptes, in dem es bedacht ist, die Regionalität, Saisonalität und auch Nachhaltigkeit in den Blick zu nehmen und im Alltag mit zu bedenken.

Dieser Nachhaltigkeitsfaktor spiegelt sich nicht nur im Müllverbrauch, Mülltrennung oder wieder verwendbaren Verpackungen, sondern auch in der Beschaffung von Lebensmitteln wieder, heißt es in einer Pressemitteilung.

Es werden die Bio-Produkte von Bauern und Einzelhändler aus unserer Umgebung und Region einbezogen und damit die kleinen Betriebe und Familienunternehmen im Kreis unterstützt.

Der bewusste Umgang mit Lebensmitteln und auch die Wertschätzung aller tierischen Produkte liegt dem Team vom Kinderland sehr am Herzen. „Wir sehen uns in der Aufgabe den Kindern in der Kita einen wertschätzenden Umgang zu vermitteln und Vorbild zu sein“, sagt Johanna Greiling, Ko-Leiterin der Einrichtung.

Das thematische Aufgreifen der tierischen Produkte vom tagesaktuellen Frühstück oder auch Mittagessen sind Bestandteile der Ernährungserziehung im Ü3 Bereich.

Vom täglichen Konsum der Fleischprodukte wird aus gesundheitlichen Gründen abgeraten, was im Frühstückskonzept hinterlegt ist. Der Zuspruch für Milch und Quark besteht hingegen sehr und wird zudem finanziell durch das Land NRW-Schulmilchprogramm unterstützt.

„Die Kinder lieben den Quark und fliegen nur so drauf, wenn es den montags und freitags bei uns gibt“, berichtete eine Erzieherin aus dem Kinderland.

Diesem Programm konnten sich alle Kinderländer in Greven anschließen und freuen sich über die frische Milch und Quarkspeisen des Milchhofs aus Münster.

„Bio oder Regionalität ist nicht immer teurer und die finanzielle Unterstützung durch das Schulmilchprogramm NRW ist sehr hilfreich, um den Frühstückspreis für die Eltern nicht anheben zu müssen. Das erfreut uns natürlich auch sehr“, so Nicole Dieckmann, Einrichtungsleiterin des Kinderlandes Overmannstraße.

Das Kinderland Overmannstraße hat sich gemeinsam mit den Kindern dazu entschieden, ein durchaus vielfältiges Frühstücksbuffet beizubehalten, dennoch an zwei Tagen in der Woche auf Fleisch zu verzichten und dafür einmal im Monat ein leckeres Frühstücksei und Honig vom Imker genießen zu können.

„Uns liegt es zudem sehr am Herzen, dass die Produkte in passenden Mengen geliefert und auch gelagert werden, denn auch von einer „Wegschmeiß-Kultur“ möchten wir dringend absehen“, so Greiling.

Die Bäckerei Muhmann aus Greven an der Schützenstraße, die das Kinderland täglich mit Brot, Wurst und Leberwurst beglückt und auch den Milchhof Große-Kintrup in Münster sind nun Kooperationspartner, die das Kinderland durch die Entwicklung dieses Frühstückskonzeptes gewinnen konnte.

Einer Weiterentwicklung und Zusammenarbeit auch mit dem zukünftigen Elternbeirat steht nichts im Wege.

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