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Heute ist der Tag der Telekommunikation

„Wir liegen sehr gut im Zeitplan“

Greven

Überall im Grevener Außenbereich geht es voran mit dem Ausbau des Glasfasernetzes, erkennbar nicht zuletzt an den grauen Kästen mit der bunten Aufschrift „Greven wird superschnell“.

Thomas Smyla, Nadine Rauß und Max Wiemeler (von links) vor einem Mini-Pop (Points of Presence) in Aldrup Foto: Stadtwerke

Ortstermin in Aldrup: Viel Grün, schmale Straßen, vereinzelte Wohnhäuser, Bauernhöfe und viel Platz dazwischen. So ländlich-friedlich sieht es überall in Grevens Außenbereichen aus. Mit dem ländlichen Frieden war es allerdings nicht weit her, wenn man hier und anderswo auf dem Land ins Internet gehen wollte. Da war Schneckentempo das Maß aller Dinge und sorgte für Zornesröte bei so manchem Anwender. Bis jetzt.

Denn dank des mannshohen Kastens, an dem sich Thomas Smyla, Nadine Rauß und Max Wiemeler von den Stadtwerken Greven treffen, legt Aldrup jetzt den Turbo ein – und der Turbo bringt das Internet nicht nur hier auf Trab. Überall im Grevener Außenbereich geht es voran mit dem Ausbau des Glasfasernetzes, erkennbar nicht zuletzt an den grauen Kästen mit der bunten Aufschrift „Greven wird superschnell“. Sie bilden die Knotenpunkte (so genannte Mini-PoP, Points of Presence) für das Glasfasernetz, das die Stadtwerke Greven in den Außenbereichen bauen und betreiben.

Thomas Smyla, Anlagenverantwortlicher Breitband bei den Stadtwerken, ist zufrieden. „Wir liegen sehr gut im Zeitplan“, sagt Smyla, der zum Welttag der Telekommunikation am heutigen 17. Mai eine Zwischenbilanz zieht. Bis zum Herbst 2023 wollen die Stadtwerke den Grevener Außenbereich mit schnellem Internet versorgen, dann beträgt die Trassenlänge des Glasfasernetzes gut 200 Kilometer. Für Privatkunden sind dann bis zu 300 Mbit pro Sekunde (Download) möglich.

„Das ist schon ein richtiger Qualitätssprung“, erklärt Nadine Rauß, die sich bei den Stadtwerken um Hausanschlüsse und damit auch um den Breitbandanschluss kümmert. Und auch Max Wiemeler, der vor Ort den Anschluss legt, kennt die Zufriedenheit der Kunden, die nun endlich ohne Ruckeln Mediatheken oder Streaming-Angebote nutzen können.

Begonnen hat der Breitbandausbau auf dem Land im November 2019. Technisch möglich ist im Glasfasernetz eine Download-Geschwindigkeit von einem Gigabit pro Sekunde.

Ein Förderprogramm (Bundesförderprogramm Breitband) mit einer ganzen Anzahl Partnern sorgt dafür, dass der schnelle Internetanschluss für Kunden im Außenbereich möglich wird. Der Breitbandausbau wird mit Fördergeldern des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stadt Greven unterstützt. Projektträger ist die „ateneKOM“.

Ein weiteres Förderprogramm, organisiert vom Kreis Steinfurt, macht den Breitbandausbau in Gewerbegebieten möglich, hier ist „ateneKOM“ ebenfalls der Projektträger für das Bundesförderprogramm Breitband. Fördergelder fließen vom Bund, vom Land Nordrhein-Westfalen und von der Stadt Greven.

Startschuss war hierzu im November 2021, auch hier sind die Stadtwerke zuversichtlich, was die Geschwindigkeit des Ausbaus angeht. Glasfaserkunden der Stadtwerke Greven, egal ob auf dem Land oder im Gewerbegebiet, können sich übrigens über zusätzliche Sicherheit freuen. Die Stadtwerke verfügen jetzt über eine zweite Glasfaseranbindung an große Internet-Knotenpunkte. Die Versorgung mit zwei Anbindungen ist damit redundant und vom Grundsatz her besser gegen eventuelle Störungen abgesichert, heißt es abschließend.

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