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Gelungene Jubiläumsfeier der Kfd Leer

Bild der Stärke und Geschlossenheit

Horstmar-Leer

Nicht nur bei Meis-Gratz in der Alst, sondern auch in der Leerer Pfarrkirche St. Cosmas und Damian wurde am Wochenende jubiliert. So konnte die dortige Kfd ihr 125-jähriges Bestehen feiern, was sie mit einem Festgottesdienst, den Pfarrdechant Johannes Büll zelebrierte, tat. Anschließend gab es bei schönstem Frühlingswetter einen Dämmerschoppen mit zahlreiche Gästen auf dem Kirchplatz.

Von Sabine Niestertund

Ein willkommenes Geschenk gibt es auch seitens der Volksbank Ochtrup-Laer. So hat Bankvorstand Ralf Hölscheid der Teamsprecherin Agnes Telgmann und ihren Vorstandsfrauen einen symbolischen 500-Euro-Schein mitgebracht. Mit der Spende unterstützt das Geldinstitut den Einsatz der Katholischen Frauengemeinschaft in Leer. Fotos: Sabine Niestert Foto: Fotos: Sabine Niestert

„Wow“, zeigt sich Agnes Telgmann begeistert, dass so viele Frauen der Einladung der Kfd Leer zur Jubiläumsfeier am Samstagnachmittag in die Pfarrkirche St. Cosmas und Damian gefolgt sind. Besonders die Bannerabordnungen der befreundeten Ortsgruppen aus Horstmar, Ochtrup, Wellbergen, Borghorst, Holthausen, Nordwalde, Metelen und der Kolpingsfamilie bieten ein beeindruckendes Bild. Wohin das Auge auch blickt, es sind nur Frauen, die beim feierlichen Einzug in das Gotteshaus ihre Fahnen vorneweg tragen und damit ein tolles Bild der Stärke und Geschlossenheit demonstrieren.

Die Männer sind bei diesem Jubiläumsgottesdienst, den die Kfd Leer anlässlich ihres 125-jährigen Bestehens feiert, deutlich in der Minderheit. Allein Pfarrdechant Johannes Büll steht mit den Jubilarinnen als Zelebrant in der ersten Reihe. Gemeinsam mit der Sprecherin Agnes Telgmann und ihrem Vorstandsteam hat der Seelsorger die Gebete, Fürbitten, Impulse vorbereitet und die Liedauswahl getroffen. Für den Gesang und das Orgelspiel ist Kirchenmusiker Rafael D. Marihart zuständig. „Laudato si, o mi signore“ stimmt er zum Gloria und „Möge die Straße uns zusammenführen“ zum Schluss an. Die Festgemeinde fällt freudig verstärkend mit ein.

„Das war ein schöner Gottesdienst“, heißt es am Ende von vielen Seiten und die Gastgeberinnen sind glücklich. Schließlich haben sie sich viele Gedanken gemacht, wie sie den 125. Geburtstag ihrer Gemeinschaft würdig und ansprechend begehen können. Dabei ist den Verantwortlichen sehr wohl bewusst, dass sie ihre Existenz einzig und allein ihren Müttern und Großmüttern zu verdanken haben, die mit den Mitteln ihrer Zeit, Christus in die Welt gebracht haben. „Ohne diese Frauen und ihr soziales Engagement für Arme, Ausgegrenzte, ohne ihre Unterstützung untereinander, ohne ihre spezifischen Begabungen war und ist Kirche nicht möglich, auch nicht in unserer Pfarrei“, bekennt die Teamsprecherin, die auch den fast 300 Mitgliedern für die Treue und ihren Einsatz dankt.

Gemeinsam beten die Frauen darum, dass sie froh und von Gott beflügelt auch in die Zukunft gehen können. Dabei kämpfen sie für eine gleichberechtigte Beteiligung an Entscheidungen in Gesellschaft, Kirche, Politik und Wirtschaft. Die Ebenbürtigkeit in der Kirche wünscht auch der Pfarrdechant den Frauen. Die Kfd in Leer sei nicht nicht nur ein Verband, der bete, sondern auch einer, der tatkräftig zupacke und sich stark ins gesellschaftliche und kirchliche Leben einbringe, betont der Geistliche, dass ihr Engagement für das Gemeindeleben unerlässlich sei.

Applaus gibt es noch einmal zum Ende des Gottesdienstes, dessen Kollekte übrigens der Ukraine-Hilfe zugute kommen soll. Der Einladung zum anschließenden Dämmerschoppen auf dem Kirchplatz folgen bei schönstem Frühlingswetter dann nicht nur die Frauen – darunter auch die Landfrauen – sondern auch zahlreiche Männer, wie beispielsweise Bürgermeister Robert Wenking und sein Stellvertreter Ludger Hummert. Fürs leibliche Wohl und die Flüssignahrung ist bestens gesorgt, so dass die Gäste die lang ersehnte Begegnung in großer Runde nach der langen Corona-Pause freudig und unbeschwert genießen können.

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