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Gesamtübung zum Jahresabschluss der Freiwilligen Feuerwehr in Leer

Es war kein „Warmabbruch“

Horstmar-Leer

Die Jahresabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr, an der beide Löschzüge aus Horstmar und Leer teilnahmen, wurde in und an der ehemaligen Gaststätte „Tante Toni“ durchgeführt. Die Brandschützer nahmen dort den Ausbruch eines Feuers an. Darüber hinaus wurden in dem Gebäude insgesamt fünf Personen vermisst. Zwei von ihnen hatten sich rechtzeitig auf einem Balkon in Sicherheit bringen können.

Von Franz Neugebauer

Die Gesamtübung zum Jahresabschluss der Freiwilligen Feuerwehr Horstmar fand mit beiden Löschzügen rund um die ehemalige Gaststätte „Tante Toni“ in Leer Foto: Franz Neugebauer

Die Dorfstraße war gesperrt, dichter Rauch quoll aus der Gastwirtschaft Tante Toni. Schnell waren auch Schaulustige vor Ort. „Soll das ohnehin bald dem Räumungsbagger zum Opfer fallende Gebäude etwa ,warm´ abgebrochen werden?“, meinte einer der Anwesenden. Mitnichten, es war die gut inszenierte Jahresabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr, an der beide Löschzüge teilnahmen.

Vermisste

Mit dem Einsatzstichwort „Brand mittel, Person in Gefahr“ wurden die Angehörigen der Feuerwehr alarmiert. In der ehemaligen Gaststätte „Tante Toni“ sei ein Brand ausgebrochen, insgesamt fünf Personen würden noch im Gebäude vermisst. Zwei von ihnen hatten sich rechtzeitig auf einem Balkon in Sicherheit bringen können, bevor die Feuerwehrkameraden anrückten.

Glücklicherweise handelte es sich bei diesem Szenario, das Stadtbrandinspektor Tobias Berkenharn und Brandinspektor Tobias Laurenz in den vorangegangenen Wochen sorgfältig geplant hatten, nicht um einen echten Einsatz, sondern um die jährlich stattfindende Abschlussübung der Feuerwehr Horstmar. Dabei mussten die Mitglieder der Löschzüge Horstmar und Leer in diesem Jahr erneut unter Beweis stellen, was sie in den vorangegangenen Monaten bei Übungs- und Ausbildungsabenden gelernt haben. Einsatzleiter und Stadtbrandinspektor Frank Burrichter ließ dazu die Wasserversorgung über nahe gelegene Hydranten sicherstellen und teilte das brennende Gebäude in zwei Abschnitte ein, in denen parallel die Menschenrettung eingeleitet wurde.

Atemschutz

Die unter Atemschutz vorgehenden Trupps stießen dabei schnell auf eine verriegelte Tür, die in kürzester Zeit mit Spezialwerkzeug geöffnet werden musste. Während die Kräfte im Innern des verrauchten Gebäudes mit Hilfe einer Wärmebildkamera vorgingen, rettete die Besatzung der inzwischen eingetroffenen Drehleiter aus Burgsteinfurt die beiden auf den Balkon geflüchteten Personen. Nachdem alle Vermissten binnen weniger Minuten ins Freie gebracht werden konnten, wurde mit der Brandbekämpfung von innen und außen begonnen. Hierbei konnten die Nachwuchsbrandschützer der Jugendfeuerwehr ihr Können unter Beweis stellen.

Ehrenabteilung

Die Mitglieder der Ehrenabteilung beider Löschzüge hatten während der gesamten Dauer ein wachsames Auge auf ihre Kameradinnen und Kameraden. Insgesamt nahmen 65 Mitglieder an der Übung teil.

Auch Ludger Hummert als Stellvertreter des Bürgermeisters und Georg Becks als Leiter des Ordnungsamts überzeugten sich von der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr. Dazu Ludger Hummert: „In bin beeindruckt von der Schlagkraft der Wehr. Jeder Griff saß. Die Mittel der Stadt für den Feuerschutz werden sinnvoll eingesetzt.“

Die Übung sei zur vollen Zufriedenheit aller Beteiligter abgelaufen, bestätigte bei der Manöverkritik Stadtbrandinspektor Frank Burrichter.

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