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Dorffest in Leer endete mit einem feierlichen Erntedank-Gottesdienst

Farbenprächtige Kulisse im Festzelt

Horstmar-Leer

Das dreitägige Dorffest in Leer fand am Sonntag einen würdigen Abschluss. Im Festzelt am Kalvarienberg feierten viele Bürgerinnen und Bürger aus dem Horstmarer Ortsteil zusammen mit Pfarrdechant Johannes Büll eine Erntedankmesse. Fahnenabordnungen der Leerer Vereine versammelten sich im Halbrund vor dem Altar und boten eine farbenprächtige Kulisse. Die Landfrauen hatten den Altar mit Früchten des Feldes geschmückt und der Jagdhornbläserchor der Kreisjägerschaft Steinfurt sorgte für den dementsprechenden musikalischen Rahmen.

Von Franz Neugebauer

Fahnenabordnungen der Leerer Vereine boten eine farbenprächtige Kulisse im Festzelt. Foto: Franz Neugebauer

Horstmars Ortsteil Leer blickt auf ein ereignisreiches Wochenende zurück, die Bürgerinnen und Bürger feierten nach vierjähriger Abstinenz gemeinsam auch mit Gästen von auswärts am Kalvarienberg das Dorffest. Dabei kamen Jung und Alt auf ihre Kosten. Hoch die Tassen hieß es am Freitag beim bayerischen Abend im Festzelt (wir berichteten).

Verlosung

Der Jugend vorbehalten war die Disco am Samstagabend mit dem DJ Apix. Im Laufe dieses Abends wurden Preise verlost. Es gewannen Sandra Laumann (Spanferkel), Bernd Wermelt (Planwagenfahrt), Christian Thiemann (Fass Bier) und Patrick Brinkhaus (Kegelabend bei Vissing).

Noch am frühen Sonntagmorgen mussten Stühle im Festzelt aufgestellt werden. Es wurde zusammen mit Pfarrdechant Johannes Büll die Erntedankmesse gefeiert. Fahnenabordnungen der Leerer Vereine versammelten sich im Halbrund vor dem Altar und boten eine farbenprächtige Kulisse.

Landfrauen hatten den Altar mit Früchten des Feldes geschmückt. Der Jagdhornbläserchor der Kreisjägerschaft Steinfurt unter der Leitung von Gustav Thüner und Angelika Radermacher eröffnete mit dem Signal „Sammeln der Jäger“ den Gottesdienst. Im Programm fanden sich auch wieder der Gruß aus den Bergen, der Parforcehornmarsch und die Hegewaldfanfare. Recht nachdenklich und mahnend wurde Pfarrdechant Johannes Büll in seiner Ansprache: „Seit Jahrzehnten wissen wir wissenschaftlich um die Entwicklungen beim Klima. Heute spüren wir sie sehr konkret.“ Doch außer großen Reden seien noch keine konstruktiven und in die Zukunft führende Konzepte, die wie Zahnräder ineinander gehen, entwickelt worden. Noch immer habe man die Ressourcen der Erde Ende Juli eines jeden Jahres verbraucht. „Dann leben wir auf Pump“, so Büll.

Ansprache

Wachstum

Er richtete auch einen Blick auf die Definition von Wachstum. Dieses sei bisher von der Wertschöpfung der Produkte geprägt. Dieses Bild mache deutlich, dass Wertschöpfung rein materiell zu wenig sei. Wert habe die soziale Sicherheit, die Gesundheit, eine gute Bildung. Wert habe eine Schöpfung, die divers bleibe. Seine abschließende Feststellung: „Ein Lebenshaus für alle Fälle entsteht dort, wo wir die Schätze vielfältig und mit Herz in den Blick nehmen“. Die Landfrauen trugen die Fürbitten vor, die nicht nur dem eigenen Berufsstand galten, sondern auch den Menschen in der Ukraine. Den Abschluss des Gottesdienstes bildete das gemeinsam gesungene und vom Jagdhornbläserchor begleitete Lied „Großer Gott wir loben dich“.

Andrea Selker hatte für das Mittagessen im Festzelt gesorgt, ein Frauenstammtisch bot Kuchen in den verschiedensten Variationen an. Man sprach miteinander und verbrachte einen schönen Tag. Die Kinder tummelten sich derweil in der Hüpfburg.

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