Sozialer Dienst des St.-Gertrudis-Hauses wirkt der Vereinsamung mit Veranstaltungen entgegen

Freiluftkonzert begeistert Senioren

Horstmar

Damit die Bewohner in Zeiten der Corona-Pandemie nicht vereinsamen, ist der Soziale Dienst des St.-Gertrudis-Hauses bemüht, regelmäßig Gemeinschaftsveranstaltungen anzubieten. Dazu gehörte beispielsweise auch ein Frühlingskonzert am Wochenende, bei dem die Musiker auf der Terrasse vor der Cafeteria auftraten, während die Senioren von drinnen lauschten, schunkelten und mit summten.

Franz Neugebauer

Die Altenheimbewohner lauschten dem Musiker-Trio „Original Gielbelwälder Holz- und Saitenmusi“, das auf der Terrasse spielte, aus der Cafeteria (kleines Foto) des St.-Gertrudis-Hauses. Foto: Franz Neugebauer

„Keiner vereinsamt, keiner wird in unserem Hause allein gelassen“, betont Barbara Wiegard, die Leiterin des Sozialen Dienstes im St.-Gertrudis-Haus am Bischofsweg 6. Das Leben in der Einrichtung laufe ziemlich normal, abgesehen von den regelmäßigen Tests auf das Coronavirus und den Besuchereinschränkungen.

Ein zusätzlicher Aufwand und weitere Belastungen kämen allerdings immer wieder auf das Personal zu, bedingt durch die ständigen Änderungen aufgrund verschiedenster Verordnungen. So habe es gerade einen Konflikt gegeben mit den verschärften Bedingungen der sogenannten Bundesnotbremse und der Landesregelung, so Barbara Wiegard.

Klar sei jetzt, dass die Bewohner des Heimes jeweils nur noch eine Person zu Besuch empfangen können (Kinder unter 14 Jahren nicht mitgerechnet). Dabei spiele es keine Rolle, ob der Bewohner oder Besucher geimpft sei.

„Selbstverständlich dürfen die Bewohner unseres Hauses weiterhin mehrmals am Tag Besuch empfangen. In besonderen Fällen behalten wir uns aber vor, abweichende Einzelfallentscheidungen zu treffen“, erklärt Einrichtungsleiter Bernd Wessel. Das Haus sei ständig bemüht, durch Veranstaltungen für die Bewohner das Gemeinschaftserleben zu fördern und der Vereinsamung entgegenzuwirken. Dazu gehörte jetzt auch ein Frühlingskonzert des Trios „Original Gielbelwälder Holz- und Saitenmusi“. Die Musikanten haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Bewohnern in deutschen Senioreneinrichtungen in diesen schwierigen Zeit ein kleines kulturelles Highlight zu bieten.

Die drei Akteure hatten ihre Instrumente auf der Terrasse aufgebaut und die Heimbewohner lauschten von der Cafeteria des Hauses den Klängen. Sie staunten über das virtuose Spiel von Vanessa Feiten mit der Klarinette, dem Saxofon und der Geige, waren begeistert von Andreas Schuss am Piano und der Panflöte sowie seinen Gesängen. Fasziniert zeigten sich die Zuhörer auch vom Gitarrenspiel der erst elfjährigen Anika Zimmermann, die ihren ersten Auftritt absolvierte.

Mit einem gängigen Mix aus eigenen Heimatliedern, Walzern und Polka-Musik sowie Klassikern von der Kölner Band „Bläck Fööss“ begeisterten die Musiker ihr Publikum. Weit gespannt war die große Reise mit den unterschiedlichsten Liedern, angefangen vom Münsterland über den Westerwald, die Lüneburger Heide bis zu einem Abstecher zu den Tulpen von Amsterdam.

Natürlich gehörten auch Frühlingslieder, wie beispielsweise „Der Mai ist gekommen“ zum Repertoire. Die Senioren schunkelten, summten mit (Singen war nicht erlaubt) und sparten nicht mit Beifall. Es war übrigens bereits der dritte Auftritt der „Original Gielbelwälder Holz- und Saitenmusi“ vor Ort.

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