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Schwester Jucunda im Haus Loreto feiert ihren 96. Geburtstag

Gesundes Gottesvertrauen und Humor verlängern das Leben

Horstmar-leer

Im Kreise ihrer Mitschwestern sowie mit Einrichtungsleiterin Elke Thoms feierte Schwester Jucunda am Donnerstag ihren 96. Geburtstag im Haus Loreto in Leer. Dort gratulierte ihr auch Bürgermeister-Stellvertreter Ludger Hummert, der den Ordensfrauen aktuelle Nachrichten aus dem Leben der Stadt Horstmar vermittelte. Dazu gab es nicht nur Sekt, sondern auch die beliebten „Bürgermeisterhäppchen“.

Franz Neugebauer

Einrichtungsleiterin Elke Thoms (l.) und Bürgermeisterstellvertreter Ludger Hummert Foto: Foto: Franz Neugebauer

„Mit dem Kopf nach oben und den Füßen auf dem Boden, ein gesundes Gottvertrauen und eine Portion Humor“, so beschreibt Schwester Jucunda die Gründe für ihr hohes Alter. Im Kreise ihrer Mitschwestern feierte sie gestern im Haus Loreto die Vollendung des 96. Lebensjahres. Zu den Gästen gehörte auch der stellvertretende Bürgermeister, Ludger Hummert, der die Glückwünsche der Stadt zusammen mit einem Gutschein für den Dorfladen und einen Blumenstrauß überbrachte. So wie er wunderten sich alle Mitschwestern in der Cafeteria des Hauses über die geistige Fitness der Altersjubilarin. In exakter Reihenfolge mit den entsprechenden Jahreszahlen schilderte sie ihren abwechslungsreichen Lebenslauf, den sie als glücklich und erfüllt bezeichnete.

Die Seniorin wurde im benachbarten Metelen geboren. Dort wuchs sie als Auguste Deitermann mit acht Geschwistern auf. Als die Jubilarin 18 Jahre alt war, starb bereits ihr Vater. „Wir mussten meiner alleinerziehenden Mutter mit neun unmündigen Kindern auf dem elterlichen Bauernhof mithelfen und viel arbeiten“, erinnert sich das Geburtstagskind.

1946 trat sie in den Orden der Schwestern von der Göttlichen Vorsehung ein. In einem Lazarett in Ochtrup hatte sie viel Leid gesehen und wollte einfach helfen, begründet die Seniorin ihre damalige Entscheidung. 24 Jahre hat die Ordensfrau im Garten in der Marienburg in Coesfeld und im Anna Stift in Stadtlohn gearbeitet. Nach ihrer Ausbildung zur Altenpflege in Aachen waren Haus Loreto, das Vincenzheim in Gladbeck und das Barbara-Heim in Vierlinden weitere Lebensstationen.

Genau 20 Jahre verbrachte die Jubilarin im Eduard Michelis Haus in Gladbeck, versorgte während dieser Zeit die Kapelle, war im Nähzimmer tätig und versah Telefondienste. Seit 2007 fühlt sich die Seniorin im Haus Loreto wohl und ist unter den Mitschwestern sehr beliebt. Ihr zu Ehren stimmten die Ordensfrauen in der großen Runde zahlreiche Lieder aus dem hauseigenen Gesangbuch an.

Alle freuten sich, nach so langer Zeit wieder gemeinsam den Geburtstag einer Mitschwester feiern zu können, die Corona-Pandemie hatte das bisher nicht zugelassen. Viel Interesse fanden auch die Informationen des stellvertretenden Bürgermeisters über das Geschehen in der Stadt.

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