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Second-Hand-Kaufhaus „KomMode“ spendet für Steinfurter Tafel und fürs St.-Gertrudis-Haus

Kundenaufkommen ist gestiegen

Horstmar

Wegen der hohen Inflation bleibt vielen Menschen weniger Geld in der Tasche. Darüber hinaus zehrt der Anstieg der Verbraucherpreise die monatlich zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel immer weiter auf. Da bleibt nur noch wenig Geld für neue Kleidung, Möbel oder Haushaltsgeräte. In diesen Fällen leistet das Second-Hand-Kaufhaus „KomMode“ an der Graf-Bernhard-Straße Hilfe.

Von Matthias Lehmkuhl

Das Second-Hand-Kaufhaus KomMode an der Graf-Bernard-Straße übergab Hans-Bernd Haverkock (5.v.l.) von der Steinfurter Tafel eine Spende in Höhe von 1000 Euro und Essensgutscheine im Wert von rund 700 Euro. Außerdem erhielt Anja Merker (2.v.r.) vom St.-Gertrudis-Haus von Angelika Adams gestaltete Gutscheine (kl. Foto l.) im Wert von ebenfalls 700 Euro beispielsweise für Bekleidung, Friseurbesuche oder Fußpflege der Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenheims. Foto: Matthias Lehmkuhl

Wegen der hohen Inflation bleibt vielen Menschen weniger Geld in der Tasche. Darüber hinaus zehrt der Anstieg der Verbraucherpreise die monatlich zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel immer weiter auf. Da bleibt nur noch wenig Geld für neue Kleidung, Möbel oder Haushaltsgeräte. In diesen Fällen leistet das Second-Hand-Kaufhaus „KomMode“ an der Graf-Bernhard-Straße Hilfe. Dort finden Kundinnen und Kunden aller Altersgruppen auch ohne Einkommens- oder Bedürftigkeitsnachweise gut erhaltene Kleidung, Möbel und Einrichtungsgegenstände, Haushaltswaren und Küchengeräte, Elektrogeräte, Spielzeug. Fahrräder oder auch Bücher.

„Vor allem Fahrräder werden stark nachgefragt. Die sind der Renner“, bitten Dr. Dirk Klein-Bölting und Norbert Gesing von der „KomMode“ um weitere gut erhaltene Zweiräder, „aber auch Haushaltskleingeräte und Kleinmöbel benötigen wir dringend“, so Norbert Gesing.

Das Second-Hand-Kaufhaus hat jetzt der Steinfurter Tafel eine Spende in Höhe von 1000 Euro und Essensgutscheine im Wert von rund 700 Euro übergeben. Außerdem erhielt Anja Merker vom St.-Gertrudis-Haus Gutscheine im Wert von ebenfalls 700 Euro, die beispielsweise für Friseurbesuche, Fußpflege oder Bekleidung der Bewohnerinnen und Bewohner eingesetzt werden können. „Die Nachfrage und der Verkauf in der ,KomMode‘ ist stark angestiegen, seit dem wir uns von Sozialkaufhaus in Second-Hand-Kaufhaus unbenannt haben“, begründet Dirk Klein-Bölting das hohe Spendenaufkommen.

„Das Projekt mit den Essensgutscheinen, die in der Küche des St.-Gertrudis-Haus eingelöst werden können, haben wir erst einmal als Initialzündung auf drei Monate beschränkt, um zu sehen, wie gut das angenommen wird. Wir können das überhaupt nicht einschätzen, ob das funktioniert“, erläutert Dirk Klein-Bölting. Er ergänzt: „Wir hoffen, dass das Schule macht.“ In den Geldspenden sind 250 Euro enthalten, die am „Tag der offenen Gärten“ im Garten von Norbert Gesing zusammengekommen waren.

„Wir haben seit Anfang des Jahres bis zu zehn Neuanträge pro Woche“, betont Hans-Bernd Haverkock von der Steinfurter Tafel, die aktuell auch rund 50 Horstmarer und etwa 40 Flüchtlinge aus der Ukraine, die zurzeit in der Burgmannstadt untergekommen sind, mit Lebensmitteln versorgt. Insgesamt profitieren 950 Menschen von der Einrichtung.

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