1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Horstmar
  6. >
  7. Kurz die Sorgen vergessen können

  8. >

„KomMode“-Team lädt zum „Fest der Kulturen“ ein

Kurz die Sorgen vergessen können

Horstmar

Gute Gelegenheit zum Austausch und gegenseitigem Kennenlernen bot das „Fest der Kulturen“, zu dem Dirk Klein-Bölting von der „KomMode“ am Samstag im Namen aller Veranstalter die Besucherinnen und Besucher im Hof des Pfarrzentrums Borchorster Hofes begrüßte.

Im Beisein der Integrationsbeauftragten Claudia Berning (Bild oben l. 3.v.l.) und Dirk Klein-Bölting (2.v.l.) von der „KomMode“, der zu Beginn die Gäste begrüßt hat, verteilt Gaby Papenick Namensschilder an alle. Im Borchorster Hof bauen die Helferinnen ein vielfältiges Büfett auf. Foto: abi

Claudia Berning kennt sie alle. Als Koordinatorin der Flüchtlingshilfe und Integrationsbeauftragte der Stadt Horstmar weiß sie um jedes Schicksal der Flüchtlinge, die aus der Ukraine, Syrien, Afghanistan oder anderen Ländern in der Burgmannstadt gestrandet sind. Die ehemalige Ehrenamtsbeauftragte hat sich eigenständig in das schwierige Thema Asyl mit seinen sämtlichen Facetten hineingefuchst und ein Netzwerk zu den verschiedensten Stellen, die Geflüchteten helfen können, aufgebaut.

Eng vernetzt ist die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung natürlich auch mit den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern vor Ort, die am Samstagnachmittag zum „Fest der Kulturen“ an den Borchorster Hof eingeladen haben. Organisator der Veranstaltung sind die Betreiber des Sozialladens „KomMode“.

Essen für den Körper, Schminken für die Seele

Im Namen von Bernhard Haschke sowie seiner übrigen Mitstreiterinnen und Mitstreiter begrüßt Dirk Klein-Bölting die Besucherinnen und Besucher aus der Ukraine, Syrien und Afghanistan sowie die Bürgerinnen und Bürger, die Flüchtlingen helfen und jene, die sogar welche, bei sich aufgenommen haben.

Der Sprecher freut sich, dass alle so zahlreich erschienen sind und lädt die Besucherinnen und Besucher zum regen Austausch und gemeinsamen Essen ein. Für kulinarische Genüsse aus ihren eigenen Ländern haben die Gäste selbst gesorgt. So füllt sich langsam aber sicher das Büfett, das im großen Saal des Pfarrzentrums aufgebaut ist.

Im Hof des Borchorster Hofes stehen Tische und Bänke, die zum Verweilen einladen. Dicht umringt ist der Schminkstand für die Kinder, die sich aussuchen können, welches Motiv ihr Gesicht die nächsten Stunden zieren soll.

Helfende und Wohnraum werden gebraucht

An der Tischtennisplatte spielen einige Jugendliche. Zu ihnen gesellt sich zeitweise auch Bürgermeister Robert Wenking, der im Verlauf des Nachmittags mit seiner Frau und ihrer Tochter zu der bunten Festgesellschaft stößt. Sie und alle anderen Gäste versorgt Gaby Papendick mit einem selbst gemachten Namensschild, das das Kennenlernen erleichtern soll. Die zweifache Mutter gehört ebenso wie Verena Eppenhoff und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der „KomMode“ zum Ehrenamtsteam, das sich, so gut wie es geht, um die Belange der Flüchtlinge kümmert.

Natürlich könnten sie noch mehr Helfende gebrauchen, denn die Zahl der Gestrandeten besonders aus der Ukraine wird weiter steigen und ihr Informations- und Betreuungsbedarf ist groß. Dringend benötigt die Stadt Horstmar nach wie vor auch Wohnraum für die Menschen, die vor dem Krieg geflohen sind und noch fliehen werden, und eine neue Unterkunft benötigen.

Miteinander steht im Mittelpunkt

Doch an diesem besonderen Nachmittag wollen die Gastgeber und ihre Gäste einfach einmal ihre Sorgen zumindest für kurze Zeit vergessen und das Miteinander der verschiedenen Kulturen genießen. Fürs Übersetzen sorgt Iryna Niehoff, die schon einige Jahre in der Burgmannstadt lebt. Auch andere Landsleute, die schon länger vor Ort sind, springen gerne ein.

Für das leibliche Wohl im Freien sorgen Hans Fremmer und sein Team, die an diesem Nachmittag hinterm Grill stehen. Später, als es kühler wird und zu regnen droht, ziehen sich die meisten in den Keller des Pfarrzentrums zurück. Dort stimmen die Ukrainerinnen und Ukrainer Lieder aus der Heimat an, was manch einem ein Gänsehautgefühl beschert und die Stimmung ein wenig nachdenklich und traurig macht, aber auch das gehört zu diesem Austauschangebot natürlich dazu.

Startseite
ANZEIGE