1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Horstmar
  6. >
  7. Luftfilteranlagen für 59 Klassenräume

  8. >

Förderantrag beim Bund 

Luftfilteranlagen für 59 Klassenräume

Horstmar

Während einer Sondersitzung am Donnerstagabend hat der Horstmarer Stadtrat Bürgermeister Robert Wenking beauftragt, einen Antrag auf Förderung zur Anschaffung von Raumluftfilteranlagen beim Bund zu stellen. Damit sollen insgesamt 59 Klassenräume in den städtischen Schulen (Astrid-Lindgren-Grundschule an beiden Standorten und das Lernzentrum Horstmar) ausgestattet werden.

Sabine Niestert

Wegen der Corona-Pandemie tagten die Verwaltungsspitze und Rat im Lernzentrum Horstmar. Foto: abi

Das neue Förderprogramm des Bundes für die Beschaffung und den Einbau stationärer zentraler oder dezentraler Luftraumfilteranlagen für Schulen, hat die Stadtverwaltung flott gemacht. Schließlich will sie in den Genuss dieser finanziellen Unterstützung kommen. Die Mittel sind jedoch begrenzt und da sie nach dem Windhundrennen-Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ verteilt werden, hatte Bürgermeister Robert Wenking den Rat zu einer Sitzung eingeladen.

Bei der hohen Summe, die zur Disposition stehe, gehe es nicht per Dringlichkeitsbeschluss, befand Wenking. Vielmehr sei es wichtig, dass der Rat diese Entscheidung trage, begründete der Verwaltungschef den Sondertermin in der letzten Ferienwoche. Zu seiner Freude stellten sich alle anwesenden Ratsmitglieder nach einer einstündigen Diskussion, in der das Für und Wider verschiedener Varianten erörtert und einige Fragen geklärt wurden, geschlossen hinter den Vorschlag der Verwaltung.

Dass diese sich sehr intensiv mit der Thematik befasst habe, betonte Wenking. Schließlich wolle man als verantwortlicher Schulträger das Beste für die Schüler- und Lehrerschaft und diese möglichst gut vor der Verbreitung des Coronavirus schützen. Bisher sei das mit umfangreichen Hygienekonzepten sowie Abstand und Maskenpflicht einschließlich von Testungen und regelmäßiges Stoßlüften geschehen.

Um für den kommenden Winter noch besser gerüstet zu sein, sollen die insgesamt 59 Räume der Grundschulen an beiden Standorten und des Lernzentrums Horstmar mit den sogenannten dezentralen, semidezentralen Raumluftfilteranlagen ausgestattet werden. Das bedeutet, jeder festgelegte Raum wird mit einer Luftfilteranlage (voraussichtlich zentral im Raum unter der Decke positioniert) versehen. Über zwei mittels Kernbohrung nach außen angeschlossenen Lüftungsrohren führt die Anlage Raumluft ab und Frischluft wieder zu. Ein hocheffizienter Wärmetauscher sorgt für die 90-prozentige Wärmerückgewinnung. Semidezentral bedeutet, dass einige geeignete Räume auch mit einer entsprechend leistungsfähigen Anlage versorgten werden können.

Das Ingenieurbüro Werner Döker, das zurzeit mit dem Brandschutz an den Schulen in Horstmar befasst ist, soll die Erstellung des Konzeptes, die Planung, Ausschreibung sowie die Überwachung der Bauausführung übernehmen. Der Gesamtbetrag für alle Maßnahmen beläuft sich voraussichtlich auf rund 1,25 Millionen Euro. Bei einer Förderung von 80 Prozent der Gesamtkosten beträgt der städtische Eigenanteil 250 000 Euro. Da der Endausbau von „Wennings Stiege“ in diesem Haushaltsjahr nicht realisiert wird, sollen die dafür vorgesehenen 200 000 Euro herangezogen werden. Der Restbetrag von 50 000 Euro wird dann über die Schulpauschale abgedeckt.

Guter Hoffnung, dass die Stadt in die Förderung kommt, zeigte sich der Bürgermeister. „Sobald wir den Förderbescheid haben, gehen wir in die Vollen“, versprach er dem Rat.

Startseite