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Um- und Ausbau des Leerer Feuerwehrgerätehauses eingeweiht

Modern, technisch gut und funktional

Horstmar-Leer

Die Meinungen beim Rundgang waren eindeutig: Auf den Um- und Ausbau ihres Feuerwehrgerätehauses am Nahen Weg können die Leerer stolz sein. Im Beisein von Ehrengästen und den Kameraden der Wehr sowie Abordnungen aus den Nachbarwehren ist das Gebäude eingeweiht worden.

Symbolische Schlüsselübergabe (v.l.): Werner Doeker (Architekt), Tobias Laurenz (stellvertretender Löschzugführer Leer), Frank Burrichter (Stadtbrandinspektor), Michael Wallkötter (Gerätewart), Sebastian Robers (Löschzugführer Leer), Tobias Berkenharn (stellvertretender Wehrführer) und Robert Wenking (Bürgermeister).

Die Corona-Pandemie, Lieferschwierigkeiten und Firmenwechsel führten zu einer relativ langen Bauzeit von zweieinhalb Jahren. Nun wurde der Um- und Ausbau des Leerer Feuerwehrgerätehauses am Nahen Weg aber im Beisein von Ehrengästen und den Kameraden der Wehr sowie Abordnungen aus den Nachbarwehren eingeweiht.

Es sind Umkleide- und Sanitärräume geschaffen sowie die Fahrzeughalle einschließlich Trocknungsraum und Kleiderkammer erweitert worden. Zudem sind ein Funkraum, Schulungsräume, Büro, Küche, Lehrmittel, Sanitäranlage, Lager-, Atemschutz- und Werkstatträume inklusive modernster technischer Einrichtungen errichtet worden.

Probleme durch Verzögerungen

„Darauf könnt ihr stolz sein, das Gebäude ist modern, technisch gut und funktional eingerichtet, vor allem aber sind sämtliche Räumen ebenerdig zu erreichen“, war die am häufigsten genannte Feststellung beim Rundgang durch das Gebäude. Und dass diese nicht von ungefähr kommt, wurde in allen Grußworten deutlich. Architekt Werner Doeker, die Mitglieder der Wehr und die Verwaltung der Stadt Horstmar hätten gut und effizient zusammengearbeitet.

Stadtbrandinspektor Frank Burrichter erinnerte an eine nicht immer einfache Zeit für die Kameraden angesichts der Probleme, die durch die Verzögerungen beim Bau entstanden sind. Die Aufgabe habe nur in einem ständigen Austausch und Teamwork gelöst werden können, für die auch der familiäre Rückhalt erforderlich gewesen sei. Als Teil des Teams bedankte er sich insbesondere bei seinem Stellvertreter Tobias Berkenharn, bei Sebastian Robers und Tobias Laurenz vom Löschzug Leer und Gerätewart Michael Wallkötter.

Zur Einweihung kamen auch Ehrengäste und Abordnungen aus den Nachbarwehren. Foto: Franz Neugebauer

Bürgermeister Robert Wenking legte Wert auf die Freiwilligkeit der Wehr. Diese sei im Brandschutz seit über 110 Jahren verankert. Den beiden Löschzügen Horstmar und Leer sei es stets gelungen, ausreichend Nachwuchs zu haben. Hier sei man, was die Anzahl der Kameraden ausmache, mit 120 aktiven Feuerwehrmänner und -frauen sehr gut aufgestellt. Mit Blick auf die Baukosten berichtete der Bürgermeister von einer Erhöhung auf jetzt 2,1 Millionen Euro.

Je attraktiver die Ausstattung und die gelebte Kameradschaft seien, umso größer sei die Bereitschaft zum Einsatz in der Wehr, berichtete Kreisbrandmeister Raphael-Ralf Meier. Beide Voraussetzungen seien mit dem neuen Gerätehaus geschaffen worden. Man müsse sich darauf einstellen, künftig nicht nur im Brandschutz, sondern auch im Katastrophenschutz und im Zivilschutz Aufgaben zu übernehmen.

Miteinander hat Tradition

Die CDU-Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking erinnerte daran, dass es nicht selbstverständlich sei, dass sich Menschen in den Dienst der Gemeinschaft stellen. Pfarrdechant Johannes Büll und Prädikant Alexander Becker wiesen auf das Miteinander in der Wehr hin. Das Sich-verlassen-können auf die Kameradinnen und Kameraden sei im Extremfall lebenswichtig. Die beiden stellten fest: „Das Miteinander hat in Leer eine besondere Tradition, man kennt sich, hilft sich, bekommt miteinander Gewöhnliches und Ungewöhnliches gestemmt.“ Beim Rundgang mit Büll und Becker durch das Gebäude wurde dieses eingeweiht.

Bei einem Rundgangwurde das Gebäude eingesegnet.Bei einem Rundgang Foto: Franz Neugebauer
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