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Arbeitseinsatz am Schöppinger Berg aus luftiger Höhe

Neue Spitze für den Fernmeldeturm

Horstmar

Die Spitze des Fernmeldeturms am Schöppinger Berg musste jetzt ausgetauscht werden, da seine Technik nicht mehr den modernen Anforderungen genügt. Der Fernmeldeturm ist mit 140 Metern der höchste Blitzableiter der Region. Der Einsatz wurde aus der Luft vorgenommen, weil das weniger aufwendig und weniger zeitintensiv war.

Von Franz Neugebauerund

Da die Technik am Fernmeldeturm (kleines Bild) nicht mehr dem neuesten Stand entspricht, kam es am Schöppinger Berg zum Hubschraubereinsatz. Der lieferte Arbeitsmaterial aus der Luft. Foto:

Ein Hubschrauber kreiste kürzlich über dem Schöppinger Berg und landete auf einer Wiese zwischen den Besitzungen Rottmann/Blömer. Seine Ankunft war erwartet worden, denn Projektleiter Joachim Wach von Fuchs Europoles und seine Mitarbeiter hatten schwere Matten für die Landung ausgelegt.

Nach kurzem Zwischenstopp auf der Wiese startete der Hubschrauber in Richtung des in unmittelbarer Nähe stehenden Fernmeldeturmes und verharrte dort in der Luft einige Zeit, bis er wieder mit schwerer Last am langen Seil zum Aufstiegsort zurückkam. Es war ein Antennenmast. Beim zweiten Aufstieg zum Fernmeldeturm hatte der Hubschrauber einen modernen Stahlrohrmast am langen Seil. Zweck der Aktion war der Austausch der Spitze des Fernmeldeturmes. „Die Technik am Fernmeldeturm entspricht nicht mehr den modernen Anforderungen“, erklärte Pressesprecher Benedikt Albers von der Deutschen Funkturm GmbH. Der Turm gehört dieser Gesellschaft. Sie ist eine Tochtergesellschaft der Telekom mit Sitz in Münster und betreibt ein Portfolio von rund 32 000 Funkmasten.

Gebaut wurde der Turm Ende der 80er Jahre. Bauherr war damals die Oberpostdirektion Münster. In der Turmspitze befinden sich die Antennen für mehrere private Radiosender sowie den WDR-Hörfunk.

Der etwa zehn Meter hohe, rot-weiß-gestreifte GFK-Zylinder (glasfaserverstärkter Kunststoff) umgibt die Antennen für DAB+ (digitales AudioBroadcasting), dem aktuellen digitalen Radiostandard. Außerdem befindet sich ganz oben der Blitzfangkorb, der bei Gewitter die Blitzenergie einsammelt und sicher in den Boden ableitet. Der Fernmeldeturm ist mit 140 Metern der höchste Blitzableiter der Region.

 Neben dem Radio ist der Turm wichtig für den Mobil- und Richtfunk, also den kabellosen Transport großer Datenmengen über eine große Strecke. Außerdem sendet der Fernmeldeturm für den Behördenfunk sowie Funkamateure.

Nach drei Stunden war der Einsatz des aus Heilbronn kommenden Hubschraubers beendet. „Man hätte auch einen Hochkran einsetzen können, doch das wäre wesentlich zeitintensiver und aufwendiger gewesen“, begründete Manfred Hermann von der MEDIA BROADCAST GmbH in Köln, die für die Maßnahme verantwortlich war, den Einsatz aus der Luft.

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