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Spannender Abend

Nicht mehr zurückschauen. . .

Horstmar

Voll auf ihre Kosten kamen die Schalke-Fans aus der gesamten Region während eines Informationsabends, den der Horstmarer Fanclub „Schalker Virus“ im Katharinenhaus ausrichtete. Mit Sportdirektor Christian Heidel, Direktor Sport Axel Schuster und Aufsichtsratsmitglied Professor Dr. Stefan Gesenhues standen dort gleich drei Verantwortliche aus der Chefetage des „Kohlenpott-Renommierclubs“ für Fragen und Antworten bereit.

Franz Neugebauer

Gerne stellten sich die verantwortlichen Gastgeber und Organisatoren zum Erinnerungsfoto mit Sportdirektor Christian Heidel (5.v.l.), Direktor Sport Axel Schuster (5.v.r.) und Aufsichtsratsmitglied Professor Dr. Stefan Gesenhues (4.v.r.) auf.

Schalke-Fans aus der ganzen Region waren am Montagabend nach Horstmar angereist und füllten mit ihren blauen Trikots das Katharinenhaus. Dieses war entsprechend blau geschmückt, so dass gleich die typische Arena-Atmosphäre aufkam. Als mit Sportdirektor Christian Heidel, Direktor Sport Axel Schuster und Aufsichtsratsmitglied Professor Dr. Stefan Gesenhues gleich drei Verantwortliche aus der Chefetage des Kohlenpott-Renommierclubs den Saal betraten, gab es den ersten Beifall. Die Besucher standen ganze zwei Stunden mit Informationen und Interviews zur Verfügung.

Sportdirektor Heidel konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen, als er sich in das „Goldene Buch“ der Stadt Horstmar eintrug. Dieses trug nämlich einen Umschlag in den blauen Schalker Farben.

„Es hat viel Zeit und Nerven gekostet, bis der Termin stand“, betonte Dieter Brand aus Rheine. Er betreut seit 15 Jahren als Leiter des Bezirkes 3 insgesamt 53 Fanclubs von Schalke 04 mit über 9000 Mitgliedern. Organisiert hatte der örtliche Fanclub das Treffen. Dafür erhielt der „Schalker Virus“ von allen Seiten viel Beifall und Anerkennung.

Mit Sportvorstand Heidel, er war zuvor 24 Jahre bei Mainz 05 Manager, erlebten die Fans eine engagierte zielorientierte Persönlichkeit auf verantwortungsvollem Posten bei Schalke 04. Der Besucher räumte ein, dass in der Vergangenheit einige Fehler gemacht worden sind. „Wir haben viel zu sehr in den Rückspiegel geschaut, dieser war größer als die Windschutzscheibe, bekannte der Sportdirektor. Die besten Fußballer hätten die schlechtesten Bedingungen gehabt.

Jetzt gelte es, den Blick nach vorne zu richten. Man habe seit seinem Dienstantritt bei Schalke zur Saison 2016/17 alles auf den Kopf gestellt, einschließlich der Infrastruktur. Nur so könne man verstehen, dass zunächst der Erfolg gefehlt habe. Jetzt gelte Nachhaltigkeit vor kurzfristigen Erfolgen. „Wir wollen Schritt für Schritt, Schalke besser machen“ betonte Heidel unter dem Applaus der Schalker Fans.

Man habe jetzt eine Mannschaft, die charakterlich zusammen passe. Zwar sei der Weggang von Leon Goretzka und Max Meyer trotz intensiver Bemühungen bedauerlich, doch Reisende solle man nicht aufhalten. Sollte die Teilnahme an der Champions-League gelingen, die Aussichten dazu seien sehr gut, werde man neben dem Ersatz der beiden Spielerabgänge wenigstens zwei weitere verpflichten müssen. Das aber alles nur im Rahmen der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ohne ein Risiko einzugehen.

Es war schon interessant zu erfahren, wer von Ablösesummen bei Spielerverkäufen profitiert. Das sind neben dem abgebenden Verein aber insbesondere die Spielervermittler und Vorvereine.

Heidel fand lobende Worte für Cheftrainer Domenico Tedesco und bezeichnete ihn als „intelligent“ und „äußerst fleißig“. Das menschliche Miteinander auch mit der Mannschaft passe, was beim vorherigen Cheftrainer Markus Weinzierl nicht mehr der Fall gewesen sei.

Der aus Ochtrup stammende Professor Dr. Stefan Gesenhues gehört seit dem vergangenen Jahr dem Aufsichtsrat von Schalke 04 an. Er, der sogar an einem Trainingslager teilnahm, lobte die gute Zusammenarbeit im Vorstand ohne Querelen und Konflikte, die es nicht immer gegeben habe. Als Zukunftspläne skizzierte er die Investitionen in ein Leistungszentrum für den Nachwuchs.

Axel Schuster ist Direktor Sport bei Schalke 04 und die rechte Hand von Christian Heidel. Es war schon interessant zu erfahren, welche organisatorischen Dinge neben dem Alltagsgeschäft geregelt werden müssen. Es blieb noch genügend Zeit für viele Fragen aus der großen Runde im Saal.

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