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Wählerinnen und Wähler verpassen Bundesgesundheitsminister Spahn einen kleinen Denkzettel

Noch steht Schwarz an erster Stelle

Horstmar

Auch in Horstmar hat die CDU bei den Wahlen zum Bundestag stark verloren. Obwohl Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Ortsteil Leer fast zu Hause ist. Konnte die SPD ihr Ergebnis in der Burgmannstadt halten und bundesweit hinzugewinnen, verdoppelten die Grünen ihr Resultat aus 2017.

Von Matthias Lehmkuhl

Im Lernzentrum Horstmar waren die Wahlbezirke Foto: abi

Noch vor knapp zwei Wochen wurde

Gesundheitsminister Jens Spahn bei einer Stippvisite während seiner Wahlkampftour in seinem „Zweitwohnsitz“ Leer gefeiert. Doch am Sonntag haben die Wählerinnen und Wähler aus der Burgmannstadt dem 41-jährigen Ottensteiner einen kleinen Denkzettel gegeben.

Fast zehn Prozent verlor der CDU-Bundestagkandidat des Wahlkreises Steinfurt I – Borken I gegenüber vor vier Jahren. Sarah Lahrkamp (SPD) erzielte quasi das gleiche Ergebnis wie ihre Vorgängerin Ingrid Arndt-Brauer. Die Bündnisgrünen mit ihrer Kandidatin Alexandra Schoo verdoppelten das Wahlresultat aus 2017. Die FDP verlor bei den Zweitstimmen leicht, ihr Kandidat Alexander Brockmeier gewann leicht zu. Die AfD und Die Linke blieben sowohl bei den Erst- als auch bei den Zweitstimmen in Horstmar unter der Fünf-Prozent-Hürde. Im Gegensatz zum bundesweiten Trend wünschen sich die Horstmarer nicht Olaf Scholz (SPD), sondern Armin Laschet (CDU) als künftigen Bundeskanzler.

„Ich hätte nicht gedacht, dass das Ergebnis von Jens Spahn so gravierend ausfällt. Ich finde, dass er einen Top-Job gemacht hat. Man sollte des Resultat aber nicht an Personen fest machen. Das gibt halt die Tendenz im Land wieder. Laschet als Bundeskanzler ist noch möglich. Ich bin jedoch der Meinung, wer die Wahl gewonnen hat, sollte auch Bundeskanzler werden“, sagte Ludger Hummert, Vorsitzender der Ortsunion Leer und mehr als ein Parteifreund von Jens Spahn auf Nachfrage dieser Zeitung.

Hermann ten Winkel, Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Horstmar, hatte diesen Wahlausgang befürchtet. „Die Vorhersagen waren doch deutlich. Ich wundere mich nur, dass die Grünen bundesweit so schlecht abgeschnitten haben. Ich wünsche mir aber trotzdem eine Jamaika-Koalition“, so ten Winkel. Ich bin froh, dass Sarah Lahrkamp so gut in die Fußstapfen ihrer Vorgängerin Ingrid Arndt-Brauer treten konnte. Sie hatte es in Horstmar richtig schwer mit Jens Spahn als Platzhirsch. Ich wünsche mir eine Ampelkoalition natürlich mit Olaf Scholz als Bundeskanzler“, meinte Inge Kellers-Hinkers, Vorsitzende des SPD-Ortsverbands Horstmar und Leer.

Dr. Dirk Kleine-Bölting vom Vorstand des Bündnisgrünen-Ortsvereins lobte den Wahlkampf von Alexandra Schoo. „Alexandra war sehr engagiert und hat versucht, ihre Themen pointiert zu setzen. Ihr Ergebnis spiegelt das bundesweite Resultat wider. Wir haben uns eigentlich mehr erhofft. Trotzdem wird man an uns Grünen bei der Regierungsbeteiligung nicht vorbeikommen.“

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