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Stadtmarketingverein „HorstmarErleben“ dankt Akteuren des Heimatvereins

Schilder sollen Leben retten

Horstmar

Die Ehrenamtlichen des Heimatvereins, die die Notfallpunkte in Horstmar und Leer angebracht haben, wurden jetzt für ihre Fleißaufgabe belohnt.

Von und

Ralf Arning (l.), Zweiter Vorsitzender des Stadtmarketingvereins, und Geschäftsführerin Yvonne Reher Foto: Foto: Regina Schmidt

Unfälle oder medizinische Notfälle können jeden Menschen zu jeder Zeit und an jedem Ort treffen. Doch was tun, bei einem Unglück mitten im Grünen, fernab von Dorf oder Stadt? Wie erklärt man dem Rettungsdienst den genauen Standort in der Bauerschaft oder im Naturschutzgebiet? Eine große Hilfe sollen Notrufschilder sein, die an Ruhebänken und anderen zentralen Punkten angebracht werden. Für Horstmar und Leer haben drei engagierte Mitglieder des Heimatvereins Horstmar diese Aufgabe übernommen.

„Die Idee zur Auszeichnung von Notfallpunkten kam 2019 vom Kreis Steinfurt, der alle Heimatvereine angeschrieben hat“, erinnern sich Heinz Schütte, Paul Jungfermann und Bernhard Kölking. Schnell habe man sich entschieden, die Initiative zu unterstützen. „In den Außenbereichen ist die Orientierung oft schwierig, besonders für ortsfremde Radler oder Wanderer“, so Paul Jungfermann.

Doch auch Einheimische können unterwegs plötzlich in Not geraten. „In Leer hat sich vor ein paar Jahren ein Unglücksfall ereignet, bei dem das Opfer ertrunken ist und Hilfe nicht rechtzeitig kam“, erzählen die drei Heimatfreunde. Dies sei ein ausschlaggebender Grund gewesen, nun aktiv zu werden.

42 Notfallpunkte haben sie im Außenbereich von Horstmar und Leer ausgeschildert. Das sind nicht nur Ruhebänke, auch markante Weggabelungen oder Bushaltestellen können Notfallpunkte sein. „Wir haben zunächst eine sinnvolle Reihenfolge der Punkte festgelegt und jeden mit einer Nummer versehen“, so Bernhard Kölking. Zeitaufwendig war die Anbringung der Schilder, für die teilweise erst Halterungen gefertigt werden mussten. Die rund zehn mal 15 Zentimeter großen Schilder sehen in allen Kreiskommunen gleich aus. Jeder Notfallpunkt hat GPS-Koordinaten, die den exakten Standort kennzeichnen. „Die Koordinaten sind bei der Kreisleitstelle der Feuerwehr in Rheine hinterlegt und so kann der Rettungsdienst bei einem Hilferuf den Ort des Notfalles genau lokalisieren“, erklärt Heinz Schütte. Die Finanzierung der Beschilderung erfolgte aus Mitteln des Leader-Programms zur Förderung des ländlichen Raumes.

Im Namen des Stadtmarketingvereins „HorstmarErleben“ bedankte sich dessen Zweiter Vorsitzender, Ralf Arning, bei den drei Aktiven: „Ihr habt diese Arbeit ehrenamtlich übernommen, was nicht selbstverständlich ist und der Gemeinschaft einen wertvollen Dienst erwiesen.“ Mit Geschäftsführerin Yvonne Reher überreichte er jeweils ein kleines Präsent an Heinz Schütte, Paul Jungfermann und Bernhard Kölking. Die drei begeisterten Radler freuten sich über eine nachhaltig gefertigte Fahrradtasche, gefüllt mit leckeren Snacks für ein Picknick.

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