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Ausschuss lehnt den Antrag der Anlieger auf Öffnung der Königstraße ab

Sperrung ergibt keinen Sinn

Horstmar

Die Nachteile überwiegen die Vorteile. Das meinen jedenfalls 76 Anwohner, die schon vor einem dreiviertel Jahr beantragt haben, dass die Stadt die Poller an der Königstraße wieder abbaut und diese damit wieder für den Verkehr komplett frei gibt. Das hat allerdings der Ausschuss für Bauen, Stadtentwicklung, Klima und Mobilität abgelehnt. Das Fachgremium will die Ergebnisse des Verkehrsgutachten abwarten.

Von und

Foto: Foto: Neugebauer

Gleich mit zwei Anträgen von Bürgern befasste sich der Ausschuss für Bauen, Stadtentwicklung, Klima und Mobilität in seiner jüngsten Sitzung unter Vorsitz von Ludger Hummert (CDU). Zum einen ging es um die Öffnung der Königstraße, zum anderen um die Einzäunung entlang der Überquerung am Wasserlauf zu den „Drei Teichen“. Beide Begehren lehnte das Fachgremium ab.

Die sofortige Öffnung der Königstraße hatten die Antragsteller gefordert, denn jeder Tag, an dem die Sperrung aufrechterhalten werde, sei ein verschenkter Tag, meinten sie. Bereits vor einem dreiviertel Jahr seien entsprechende Anträge der Anwohner des betroffenen Altstadtgebietes mit 76 Unterschriften gestellt worden, geändert habe sich aber nichts.

Der Kreuzungsbereich Königstraße, Südring, Überwasserstraße, Stadtstiege seien maßlos überlastet. Der Rettungsdienst stehe vor der Absperrung, müsse umdrehen und durch die engen Nebenstraße zum Ziel zu gelangen. Die jetzt gesperrte Königstraße sei für den Verkehr breit genug und sei Haltestelle für den Schalke-Virus Bus, den Bayernfanclub und die Frauengemeinschaft gewesen. Der Begegnungsverkehr, der dann hauptsächlich auf der Königstraße stattfinde, könne problemlos wieder fließen und müsste nicht auf die engen Nebenstraßen ausweiten.

Auch aus der Sicht der Klimafreundlichkeit ergebe die Schließung keinen Sinn, führten die Antragsteller weiter aus. Beim jetzigen Zustand müssten Umwege in Kauf genommen werden bei den Anlieferung zur Poststelle aber auch zum Erreichen des Ärztehauses in der Königstraße. Der Ausschluss wollte dem Antrag nicht folgen, die fünf Poller herauszunehmen. Begründung war, dass man das in Auftrag gegebene Verkehrsgutachten abwarten wolle. Außerdem befasse sich der extra eingerichtete Mobilitätsausschuss mit dieser Thematik.

Ursache des zweiten Antrags war, dass eine Anwohnerin Augenzeugin eines Unfalles am Bach, Ecke Büscher-Eilert Straße, geworden war. Wie sie berichtete, sei ein Kind mit dem Fahrrad plötzlich vom Weg abgekommen und kopfüber in das Gewässer gestürzt. Das hätte ihrer Meinung nach durch einen niedrigen Zaun verhindert werden können. Die Stellungnahme der Verwaltung war eindeutig. Es gebe zahlreiche derartiger Gefahrenpunkte und Querungen in der Stadt und man müsste sehr viel einzäunen. Bei Bewilligung des Antrages entstände ein Präzedenzfall, den man unbedingt vermeiden wolle. Hier habe die Aufsichtspflicht der Eltern Vorrang.

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