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Verwaltungsspitze schlägt sich als wackeres Dreigestirn während des Rathaussturms

Süße Goldstücke prasseln durch den Saal

Horstmar

Als wackeres Dreigestirn erwiesen sich Bürgermeister Robert Wenking, sein Allgemeiner Stellvertreter, Georg Becks, und Kämmerer Jochen Lindenbaum beim Sturm auf das Rathaus. So hielten sie dem „Überfall“ der Piraten und zahlreichen anderen Besucher gut stand. Statt Geld gab es süße Goldstüke, die durch den Sitzungssaal prasselten. Danach zog die Karawane weiter.

Dieter Klein

Bürgermeister-Stellvertreter Georg Becks (l.) und Kämmerer Jochen Lindenbaum mit den „Schätzen“ der Stadt. Foto: Klein

Die Stadt hat nicht nur das schönste historische Rathaus weit und breit, sondern auch eine Verwaltungsspitze mit Bürgermeister Robert Wenking, Stellvertreter Georg Becks, und Kämmerer Jochen Lindenbaum, die schon als „Dreigestirn“ eine närrische Nummer ist. So hatten sie vorsichtshalber die Stadtkasse mit süßen Goldstücken gefüllt, die dann durch den Ratssaal prasselten. Was Bürgermeister Wenking so entschuldigend kommentierte: „Freche Hühner, bunte Jecken, die sich schon all die Finger lecken, Ihr giert und lechzt nach einem nur, seit einem Jahr seid Ihr ihm auf der Spur, nach dem, was jeder gerne hat, nach allem Gold aus unserer Stadt!“ Doch über das süße Gold freuten sich am gestrigen Rosenmontag nicht nur alle Kinder, das Karnevalskomitee mit Sebastian Pliete, Michael Börger und Tobias Pliete, sondern auch das schmucke Prinzenpaar Frank II. und Gabi I., das niedliche Kinderprinzenpaar Neele (Frenzel) neben Milo (Hauke), sondern auch die wilden Piraten der Concorden. Denn ihnen, ebenso wie den Katharinen-Narren, den „Burgsternchen“ und Burgfrauen wurde auch an diesem Rosenmontag wieder einmal klar, wie herrlich es sich im alten Rathaus auch feiern lässt.

Wacker geschlagen

Und die wilden Piraten mussten sich sagen lassen: „Mit Eurem Schiff ohne Flagge habt Ihr unser Rathaus gerammt. Fast keiner weiß, woher Ihr stammt. Doch Gold und viele Kronjuwelen, um die von hier zu stehlen, müsst Ihr erst mal suchen, dabei werdet ihr noch fluchen.“ Kaum gesagt, wurde Wenking auch schon von den „Black Paerl“-Matrosen überwältigt und mit schweren Säbeln attackiert. Aber auch hier verlor der Amtschef nicht die Ruhe, sondern spottete lachend: „Euer meuchelndes Benehmen ist skandalös. Ihr seid tabulos, ohne Mitleid, einfach nur bös! Dabei sind wir alle friedliebende Honorationen, die gemeinsam hier oben im Rathaus thronen.“

Und wie. Längst klackerten die Bier- und Limo-Flaschen auf hautengem Raum. Die Stimmung stieg rasant. Denn allen war klar: Wenn wir hier im alten Rathaus die Vorräte weggeputzt haben, ziehen wir weiter durch die Stadt: Zum Moos- und Mett­essen. Und schon sangen die ersten: „Die Karawane zieht weiter,der Robert hät Dooosch!“.

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