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Neue Drohnengruppe der Freiwilligen Feuerwehr einsatzbereit

Unterstützung aus der Luft

Horstmar

Unterstützung aus der Luft, das ist jetzt bei der Horstmarer und Leerer Feuerwehr mit einer Drohne möglich.

Von Franz Neugebauer

Markus Bernemann, Michael Wallkötter, Leonhard Bienbeck, Henning May, Luca Jürgens, Marc Ringkamp, Manuel Rottmann (v.l.), es fehlen Jan Austrup und Jochen Töns, Foto: Franz Neugebauer

Die neu gegründete Drohnengruppe der Freiwilligen Feuerwehr Horstmar meldet sich einsatzbereit. Sie steht für Einsätze in den Ortsteilen Horstmar und Leer, aber bei Bedarf auch für Feuerwehren der benachbarten Gemeinden zur Verfügung, die um Unterstützung bitten.

Unter der Leitung von Oberbrandmeister Michael Wallkötter haben insgesamt acht Piloten aus beiden Löschzügen die nötigen Voraussetzungen geschaffen, um im Ernstfall den Einsatzleiter und ihre Kameradinnen und Kameraden am Boden mit wichtigen Informationen versorgen zu können.

Alle ehrenamtlichen Drohnenpiloten haben dafür beim Luftfahrtbundesamt eine Prüfung abgelegt und zahlreiche theoretische und praktische Flugstunden absolviert. Dabei haben die Teilnehmer ihre Fähigkeiten zur Steuerung des High-Tech-Fluggeräts ausgebaut. Auch die Auswertung der Sichtbild- und Wärmebildaufnahmen, die in Echtzeit auf die Fernbedienung des Piloten sowie auf den mobilen Bildschirm übertragen werden, wurde intensiv geübt.

Die Drohne mitsamt allem erforderlichen Zubehör ist im Feuerwehrgerätehaus Leer stationiert. Von dort aus soll die Drohne von den Einsatzkräften der Gruppe zu Einsatzstellen in und um Horstmar und Leer transportiert werden.

Grundsätzlich sind für einen Einsatz der Drohne drei der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen vorgesehen, die an ihren karierten und beschrifteten Funktionswesten erkennbar sind: Ein Pilot, der für die Steuerung verantwortlich ist, ein Beobachter, der den Piloten bei der Navigation und Auswertung der Livebilder unterstützt, sowie ein Gruppenführer, der die Kommunikation mit dem Einsatzleiter und anderen Einsatzkräften sicherstellt und die Luftunterstützung koordiniert.

Mögliche Einsatzszenarien sind die großflächige Kontrolle von ausgedehnten Brandstellen, die Suche nach vermissten Personen oder Tieren mit Hilfe der eingebauten Wärmebildkamera, die Erkundung von Bereichen, die aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden können, oder die Lageaufklärung für die Einsatzleitung an unübersichtlichen Orten.

Einen nicht alltäglichen Einsatz hatte jetzt Michael Wallkötter mit der Drohne in Schöppingen. Der dortigen Polizei wurden zwei Personen gemeldet, die auf dem Wertstoffhof Container durchwühlten. Als die Polizeibeamten eintrafen, flüchteten zwei Männer zu Fuß in unterschiedliche Richtungen. Einer der Täter rannte in das nahe gelegene Maisfeld. Die Polizeibeamten umstellten es.

Michael Wallkötter unterstütze die Polizei mit einer Drohne samt Wärmebildkamera. So konnte der Flüchtig lokalisiert und festgenommen werden.

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