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CDU Leer informiert über Knack- und Eckpunkte des Haushalts

„Wir bleiben am Ball“

Horstmar-Leer

Die CDU Leer hat über Details des neuen Haushalts informiert. Vertreter von Vereinen, Verbänden und Privatleute nutzten seit 30 Jahren diesen Termin, um der Kommune Wünsche für die weitere Entwicklung des Dorfes mitzuteilen.

-fn-

Bürgermeister Robert Wenking (r.) schilderte den Versammelten in der Gastwirtschaft Selker die Finanzlage der Stadt Horstmar. Dabei informierte er besonders über die Investitionen, die im kleineren Ortsteil von Horstmar vorgesehen sind.Foto: Franz Neugebauer Foto: Foto: Franz Neugebauer

„Da, wo andere Gemeinden fast schon ein wenig resignieren, haben wir in Leer allen Grund zum Strahlen, denn das Engagement ist groß, der Einsatz vorbildlich und der Zusammenhalt bewundernswert.“ Diese Feststellung hat der Leerer CDU-Vorsitzende Ludger Hummert während der jüngsten Versammlung im Saal der Gastwirtschaft Selker getroffen, zu der die Dorfpartei CDU Leer alle Bürger eingeladen hatte.

Vereine, Verbände und Privatpersonen nutzen seit 30 Jahren diesen Termin, um Wünsche für die Haushaltsplanung der Stadt Horstmar vorzutragen oder Neuigkeiten aus dem Rathaus zu erfahren. Auch in diesem Jahr schlug Bürgermeister Robert Wenking einen weiten Bogen von der aktuellen finanziellen Situation der Stadt im Allgemeinen bis hin zu den den Ortsteil Leer betreffenden Maßnahmen im Besonderen. Dabei wies der Besucher auf die aktuelle Einwohnerzahl von 7548 Personen hin, davon 4536 in Horstmar und 3012 in Leer.

Zudem informierte der Verwaltungschef die Teilnehmenden über die angekündigte Herabsetzung der Hebesätze für die Grundsteuer B von 640 auf 590 v.H. und bei der Gewerbesteuer von 454 auf 416 v.H. Die relativ hohen ständig gestiegenen Gewerbesteuereinnahmen ließen diese Senkung trotz der steigenden Kreisumlage und den zusätzlichen Personalkosten wegen ständig neuer Aufgaben zu, erklärte der Bürgermeister.

Ludger Hummert richtete den Blick zurück in die Vergangenheit und verwies auf die gute Infrastruktur des Dorfes. So unterhalte man zwei Fußball-, drei Tennis- und mehrere Spielplätze. Mit der Vermarktung aller Grundstücke an der Grollenburg und der Ausweisung eines neuen Baugebietes Im Lau habe man die Voraussetzungen für die Ansiedlung weiterer Bauwilliger erreicht. Es sei in Schulen und Kindergärten investiert worden. Der langgehegte Wunsch, die Ortsdurchfahrt zu erneuern, sei in Erfüllung gegangen. Der Um- und Erweiterungsbau des Feuerwehrgerätehauses wurde abgeschlossen.

Doch nach wie vor gebe es zahlreiche Wünsche, die Ludger Hummert auflistete: Ausbau der Straßenbeleuchtung, Sanierung der Straßen inner- und außerhalb der Ortslage, Errichtung öffentlicher Toiletten, die Sanierung der Grundschule, der Lückenschluss des Fahrradweges in der Bauerschaft Haltern, der Ausbau des Radweges am Grünen Jäger in Richtung Laer, die Renovierung des Kriegerehrenmales und WLAN für das gesamte Dorf. Auch müsse man Wohnraum für ältere Menschen schaffen. „Wir bleiben am Ball,“ versicherte Hummert.

Mit konkreten Zahlen aus dem Etatplanentwurf konnte Bürgermeister Wenking für Investitionen in Leer aufwarten. Für den Endausbau von Wennings Stiege und der Bergstraße sind 210 000 Euro vorgesehen. Für die energetische Sanierung der Astrid Lindgreen-Schule sind Planungskosten in Höhe von 20 000 Euro veranschlagt. Diese Maßnahme ist in engem Zusammenhang mit der Sanierung und Instandsetzung der Toilettenanlage dieser Schule zu sehen (Baukosten von 180 000 Euro. Rund 100 000 Euro werden die Brandschutzmaßnahmen an der Schule in Leer kosten, vorgesehen sind eine elektrische Lautsprecheranlage, eine Sicherheitsbeleuchtung, Fenster- und Türensanierung und eine Fluchttreppe.

Wie es mit dem Bau eines neuen Kindergartens an der Kirche weitergehe, wollte ein Teilnehmer wissen. Die Kirchengemeinde sei noch in der Planungsphase, so der Bürgermeister. Fest stehe aber, dass sich das Dorfbild gewaltig ändern werde, denn es sei der Abriss des Pfarrheimes und der Pastorat geplant. Ludger Hummert erinnerte sich daran, dass der Städteplaner Wolters einmal das Pfarrheim als prägend für den Ortsteil Leer beschrieben hatte.

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