1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Laer
  6. >
  7. 800 Singvögel unterstützen Akteure

  8. >

Kampf des Heimatvereins gegen Eichenprozessionsspinner geht weiter

800 Singvögel unterstützen Akteure

Laer

Der ökologisch verträgliche Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner (EPS) geht in seine nächste Runde. Mitglieder der Naturschutzgruppe des örtlichen Heimatvereins trafen sich jetzt, um weitere Nisthilfen für heimische Singvögel an geeigneten Standorten zu platzieren. „Die Dokumentation der Standorte erfolgt über die Registrierung der GPS-Daten. Alte Nistkästen wurden dabei teilweise ausgetauscht“, heißt es in einem Pressetext der Akteure des Heimatvereins.

Von und

„Die Dokumentation der Standorte erfolgt über die Registrierung der GPS-Daten“, erklären die Laerer Heimatfreunde. Alte Nistkästen haben sie bei ihrer jüngsten Aktion teilweise ausgetauscht. Groß war die Freude über den Klimaschutzpreis der Gemeinde Laer. Die dabei verliehene Urkunde soll einen Ehrenplatz bekommen. Foto: Heimatverein Laer Foto: Foto: Heimatverein Laer

Der ökologisch verträgliche Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner (EPS) geht in seine nächste Runde. Mitglieder der Naturschutzgruppe des örtlichen Heimatvereins trafen sich jetzt, um weitere Nisthilfen für heimische Singvögel an geeigneten Standorten zu platzieren. „Die Dokumentation der Standorte erfolgt über die Registrierung der GPS-Daten. Alte Nistkästen wurden dabei teilweise ausgetauscht“, heißt es in einem Pressetext der Akteure des Heimatvereins.

Heimischen Singvögeln, wie Blau- und Kohlmeise, würde bei Nutzung einer Nisthilfe auch ein Zeitvorteil im Brutgeschäft möglich. Das sei vielleicht entscheidend, den begünstigt durch den Klimawandel im Frühjahr auftretenden EPS schon im Anfangsstadium zu dezimieren. Bisher seien nur der Kuckuck und der in Deutschland seltene Wiedehopf als prominente Gegenspieler des EPS bekannt. Untersuchungen der vergangenen Jahre zeigten, dass auch Meisen hier mitmischen, solange die Raupen im frühen Entwicklungsstadium noch keine zu giftigen Haare aufweisen.

„Bei den zurückliegenden Herbstreinigungen der Nisthilfen konnte bisher eine 80 prozentige Akzeptanz festgestellt werden“, wie Hermann Harenbrock, beim Öffnen eines dieser ausrangierten Kästen berichtete. Und tatsächlich war auch dort offensichtlich einmal ein Meisen-Pärchen aktiv, wie die Auskleidung mit Moos und Nistmaterial bezeugte.

Interessant auch die außen angeklebten Lehmreste – Spuren eines Kleibers. „Bei einer mindestens einmaligen Brut und durchschnittlich fünf Eiern, kommen wir bei den geplanten 200 Nistkästen auf zirka 800 Singvögel, die uns im nächsten Jahr vielleicht nachhaltig in unseren Anstrengungen gegen den EPS unterstützen“, rechneten die Vogelfreunde schmunzelnd hoch. Eine Zahl, die alle Helfer zum Weiterarbeiten motivierte. Nicht weniger motivierend war auch der gewonnene Klimaschutz-Preis der Werkgruppe, der am 9. November übergeben worden ist (wir berichteten).

„Der damit verbundene finanzielle Segen – dotiert von der Westenergie – wird zum Bau und zur Entwicklung neuer Nisthilfen genutzt werden“, versprach Werkgruppenleiter Manfred Sommer in einer anschließenden gemütlichen Aufwärm-Pause, bei der die Urkunde bewundert werden konnte. „Es bleibt zu hoffen, dass wir vielen dieser Vögel auf einer der insgesamt vier geplanten Vogelexkursion im Programm des Heimatvereins 2022 begegnen werden“, resümierte Dr. Bernd Kroll, bevor sich die Gruppe in weitere Planungen für geeignete Standorte in Laer vertiefte.

Startseite
ANZEIGE