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„Das Lustige Dienstagsteam“ kämpft für ein Dreirad-Tandem

„Das macht viel Spaß“

Laer/Horstmar

Die Selbsthilfegruppe „Das Lustige Dienstagsteam“ setzt sich für die Anschaffung eines Dreirad-Tandems mit zwei Sitzplätzen ein, das Menschen mit Handicap und älteren Bürgern Ausflugsfahrten mit einem fitten Partner ermöglicht. Initiatorin Brigitte Lüke-Kleine hat bereits einige Spenden für das Vorhaben akquiriert. Gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen hofft sie auf Unterstützung seitens der Gemeinde und der Bevölkerung.

Von Sabine Niestert und

Brigitte Lüke-Kleine (r.) und Ruth Höner von der Selbsthilfegruppe „Das Lustige Dienstagsteam“ hatten bei ihrer Testfahrt mit dem vom St.-Gertrudis-Haus leihweise zur Verfügung gestellten Parallel-Tandem viel Spaß. Sie wünschen sich, dass bald auch die Laerer Bevölkerung in den Genuss eines „Fun 2 Go“ kommt.Foto: Rainer Nix Foto: Foto: Rainer Nix

Trotz des scheußlichen Wetters hatten Brigitte Lüke-Kleine und Ruth Höner vom „Lustigen Dienstagsteam“ sehr viel Spaß, als sie während der Jubiläumsfestivitäten zum 40-jährigen Bestehen des Rathauses im September das Parallel-Tandem ausprobiert haben. Das Dreirad-Fahrrad mit Elektromotor war den Frauen der Laerer Selbsthilfegruppe freundlicherweise vom St.-Gertrudis-Haus aus Horstmar leihweise zur Verfügung gestellt worden. Das Altenwohnheim im Nachbarort verfügt bereits seit Jahren über das Tandem, das Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen in Begleitung fitter Partner Ausflugsfahrten und damit mehr Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglicht.

Ein „Fun 2 Go“ wünscht sich Brigitte Lüke-Kleine auch für die Gemeinde Laer. Die Mutter einer Tochter mit Handicap hat bereits mehrere Testfahren hinter sich und zeigt sich von diesen ganz begeistert. „Das macht viel Spaß“, beschreibt sie ihre Erfahrungen, die sie auch anderen Menschen im Ewaldi­dorf wünschen würde. Deswegen setzt sie sich schon seit Längerem für die Anschaffung eines Dreirad-Tandems mit zwei Sitzplätzen und Elektrounterstützung für eine sportliche Betätigung an der frischen Luft ein.

Auch ältere sowie kranke Bürgerinnen und Bürger könnten von dieser Investition profitieren, gibt die Initiatorin, die mit ihrem Team bereits bei mehreren Gelegenheiten – unter anderem mit einem Plätzchen-Stand während des Laerer Weihnachtsmarktes für das Vorhaben geworben und erste Spenden dafür akquiriert hat, zu bedenken. Für seine Realisierung will sich auch Bürgermeister Manfred Kluthe einsetzen, wie er während seiner jüngsten Sprechstunde auf dem heimischen Wochenmarkt bestätigt hat (wir berichteten).

Immerhin liegt der Anschaffungspreis für das Gefährt bei zirka 11 500 Euro. Hinzu kommen jährliche Wartungs-, Transport- und Versicherungskosten. Das kann sich die kleine Selbsthilfegruppe natürlich nicht leisten. Deswegen sucht sie nach engagierten Mitstreiterinnen und Mitstreitern und hat bereits beim Netzwerk „Laer bewegt“ vorgefühlt. Vereinsmitglied Matthias Heerdt von der Westfalen-Tankstelle am Münsterdamm wäre bereit, das Fahrrad dort unterzustellen und durch das Personal die Herausgabe des Tandems sowie die eventuelle Einweisung und die entsprechende Dokumentation zu übernehmen.

Eine Terminbuchung könnte über eine App, die die Gemeinde zur Verfügung stellt, erfolgen.

Brigitte Lüke-Kleine hofft, dass es möglich ist, entsprechende Fördertöpfe für die Investition anzuzapfen und dass die Spenden aus der Bevölkerung weiter fließen.

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