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Drive-In-Schnelltestzentrum erzielt einen Besucherrekord

„Der Dezember war der Kracher“

Laer

Über 20 000 Besucherinnen und Besucher wurden alleine im Dezember im Drive-In-Schnelltestzentrum auf dem Gelände des Fachmarktes Zwiener gezählt. Von diesem Rekord-Ergebnis zeigt sich Bürgermeister Manfred Kluthe beeindruckt, der froh ist, dass die Einrichtung so gut angenommen wird. Wegen des momentan ansteigenden Bedarfs werden ab sofort die Öffnungszeiten am Wochenende erweitert.

Von Sabine Niestertund

Das Drive-In-Schnelltestzentrum Foto: Sabine Niestert

Nicht nur die Bürger aus Laer und Holthausen wissen „ihr“ Drive-In-Schnelltestzentrum im Gewerbegebiet „Heiligenfeld“ sehr zu schätzen. Auch Pendler aus den umliegenden Orten, wie beispielsweise Horstmar, Münster, Greven und Steinfurt, steuern die Einrichtung auf dem Gelände des Fachmarktes Zwiener am Kley 1 vor oder nach der Arbeit gerne an. Immerhin halten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort werktags von 7 bis 18 Uhr, also ganze elf Stunden, für alle Testwilligen bereit. Testungen sind natürlich auch an den Wochenenden möglich, schließlich stehen dann bei vielen Verwandtenbesuche, Ausflüge oder andere Unternehmungen auf dem Programm.

„Der Dezember war der Kracher“, bilanziert Bürgermeister Manfred Kluthe, bei dem die Fäden der kommunalen Teststelle zusammenlaufen, die Werner Thüning und Guido Zwiener im Auftrag der Gemeinde seit April 2021 betreiben. „Es war gut, dass wir auch an Weihnachten und zwischen den Jahren geöffnet hatten“, zeigt sich der Verwaltungschef beim Blick in die Statistik überzeugt. So seien alleine im Dezember über 20 000 Besucherinnen und Besucher gezählt worden. Mit 9750 Testungen hätten die Bürgerinnen und Bürger aus Laer und Holthausen den Löwenanteil ausgemacht. Diese scheinen zum Fest auch viele Verwandten- und Freundesbesuche von auswärts bekommen zu haben. So wurden unter anderem Testwillige aus Dortmund, Dorsten, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Hamburg, Bremen, Bocholt, Osnabrück, Aachen, Rheine und Bad Bentheim registriert. Der Bürgermeister zeigt sich selbst erstaunt darüber, wie groß der Einzugsradius ist.

Die Pendler, die regelmäßig zum Drive-In kommen, schätzen an der Teststelle, dass es dort sehr komfortabel zu geht. So können die Kunden beim Abstrich im Wagen sitzen bleiben, was vielen ein Gefühl der Sicherheit vermittelt. Zudem geht es ganz schnell, besonders dann, wenn vorher ein Termin gebucht worden ist.

Die Bürgertestung erfolgt kostenlos. Eine Registrierung sowie der download der Chayns-App wird empfohlen. Eine Mail-Adresse ist auch von Vorteil, denn das Testergebnis kann so per E-Mail übermittelt werden.

Aber auch die Testwilligen, die nicht über ein internetfähiges Smartphone, Tablet, Laptop oder über einen PC mit Internetanschluss verfügen, müssen nicht auf den Corona-Schnelltest verzichten. Diese Personen fahren unter dem Pavillon mit der Aufschrift „Drive-in“. Sie müssen einen Personalausweis zur Identifizierung vorlegen. Nach der Testung warten sie etwa 15 Minuten und erhalten dann ein Zertifikat in Papierform.

Besucher mit einer vorherigen Buchung fahren in den Pavillon mit der Aufschrift „Termin“. Nachdem sie sich dort eingecheckt haben, erfolgt der Nasenabstrich. Dann geht es weiter und nach einer Viertelstunde bekommt der Proband das Ergebnis auf der dazugehörigen App seines Smartphones oder per E-Mail. Auch Fahrrad- und Rollstuhlfahrer sowie Fußgänger sind auf dem Zwiener-Gelände willkommen.

Der Bürgermeister ist ein wenig stolz darauf, dass die Gemeinde Laer neben der Stadt Horstmar eine der ersten Kommunen im Kreis Steinfurt war, die die Schaffung von Schnellteststationen unter dem Motto „Von Bürgern für Bürger“ selbst erfolgreich in die Hand genommen hat. „Das hat sich bis heute bewährt“, betont Kluthe, der froh ist, dass das Drive-In bisher durchgängig geöffnet geblieben ist. Selbst als die Besucherzahlen stark nachließen und die Teststelle in den Räumen der ehemaligen Ewaldi-Apotheke an der Pohlstraße deswegen längst geschlossen war, überwand die Gemeinde diese „Durststrecke“, die schon bald nach den Herbstferien von einem erneuten Run auf das Schnelltestzentrum mit dem erfreulichen Rekord abgelöst worden ist. „Kontinuität ist wichtig, denn sie gibt den Menschen Sicherheit“, meint der Gemeindechef, der nicht nur den Kooperationspartnern Werner Thüning und Guido Zwiener, sondern auch den heimischen Ärzten und Apotheken dankbar für ihren vereinten Einsatz im Kampf gegen die Corona-Pandemie im Ewaldidorf ist.

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