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Markus Lammers zum Ständigen Diakon geweiht

Dienen ist nichts für Schwächlinge

Laer

Markus Lammers aus dem Laerer Ortsteil Holthausen gehört zu den zehn Männern, die der emeritierte Weihbischof Dieter Geerlings am Sonntag, dem „Welttag der Armen“, im St.-Paulus-Dom zu Münster, durch Handauflegung und Gebet zum Ständigen Diakon geweiht hat. An der Feier nahmen auch Familienangehörige, Freunde, Wegbegleiter und Abordnungen aus den Heimatgemeinden teil.

Zu den zehn Männern aus dem Bistum Münster, die der emeritierte Weihbischof Dieter Geerlings am „Welttag der Armen“ zu Ständigen Diakonen weihte, gehörte auch Markus Lammers aus dem Laerer Ortsteil Holthausen.

Auf diesen Moment haben sich die zehn Männer lange vorbereitet. Am „Welttag der Armen“ weihte der emeritierte Weihbischof Dieter Geerlings sie durch Handauflegung und Gebet zu Ständigen Diakonen in einem Fest des Glaubens. Zu Beginn stellte Diakon Joachim König, Bischöflicher Beauftragter für den Ständigen Diakonat, dem Weihbischof die zehn Kandidaten vor, zu denen auch Markus Lammers aus dem Laerer Ortsteil Holthausen gehörte.

Zehn Kandidaten

Den Gottesdienst am Sonntag hatten die Weihekandidaten unter den Vers aus dem Korintherbrief „Wir sind nicht Herren über euren Glauben, sondern wir sind Mitarbeiter eurer Freude“ gestellt. „Ein großartiges Wort für diese Weihe“, betonte Geerlings in seiner Predigt, in der er auf die Spannung zwischen Realität und Ideal einging. „In solch einer Spannung leben wir als Christen, lebt jede Berufung und lebt auch der Diakon. Sie gehört bleibend zum Menschen“, sagte Geerlings. Es ginge darum, eine Balance zu finden. Auch die Kirche müsse lernen, jederzeit neu zu ihrem Ideal, dem Evangelium, zu stehen. Zugleich aber müsse sie mit der Realität umgehen, dass die Menschen nicht ideal seien.

Beerdigungen

Dienen sei nichts für Schwächlinge, sondern es sei nüchtern und völlig unromantisch, sich den Bedürfnissen anderer zuzuwenden. Geerlings wünschte den Diakonen eine Schwäche für die Schwachen, damit dies überall dort, wo sie seien, gespürt werde. Das Kreuz als Ursprung und Quelle des Glaubens gebe Mut, sich so anzunehmen, wie man sich selbst erfahre.

Verkündigung sei ein gemeinsamer synodaler Weg in den Spuren Jesu. Die Freude ermögliche es, auch in unerfreulichen Situationen die Balance zu finden. Diese Freude sei das Antlitz Christi, das in jedem Menschen aufscheine. Die Spannung zwischen Tradition und Moderne in dieser Freude erfordere eine Feinabstimmung. „Wenn es nicht mehr gelingt, eine Glaubensaussage als frohe Botschaft zu verkünden, muss diese Lehre der Kirche neu justiert werden. Nicht um sich einem Zeitgeist anzugleichen, sondern weil es an der Zeit ist, eine Aussage des Glaubens weiterzudenken, die sonst den Blick auf die innerste Mitte des Evangeliums – auf den gekreuzigten und auferstandenen Herrn - verstellen würde, und die nicht wenigen Menschen den eigenen Zugang zum Glauben verbauen würde. Diese Feinabstimmung lebt in meinem Herzen besonders an diesem Tag so: Dass auch Frauen die Diakonatsweihe einmal empfangen können als Mitarbeiterinnen unserer und ihrer Freude“, schloss er seine Predigt, die von den Menschen im Dom mit spontanem Applaus gewürdigt wurde.

Taufen

Vor der Weihe stellten sich die Ehefrauen hinter ihre Männer und bekräftigten damit ihre Unterstützung. Während der Heiligenlitanei legten sich die Kandidaten als Zeichen der Hingabe ausgestreckt auf den Boden. Im Anschluss weihte Geerlings jeden Einzelnen durch Handauflegung und Gebet. Von ihren Heimatpfarrern erhielten sie die Stola und das Obergewand als Zeichen für ihren liturgischen Dienst, den sie erstmals in der folgenden Eucharistiefeier ausübten.

Heimatgemeinde

An der Feier nahmen auch Familienangehörige, Freunde, Wegbegleiter und Abordnungen aus den Heimatgemeinden der Kandidaten teil. Dort werden die Neudiakone künftig eingesetzt werden, indem sie sich in der Krankenseelsorge engagieren, Taufen, Trauungen und Beerdigungen übernehmen und die Priester in Gottesdiensten unterstützen.

Musikalisch gestalteten die Schola der Klarissen, der Projektchor Hauenhorst unter der Leitung von Brigitte Lesting aus Rheine, Dorothea Raspe als Kantorin und Domorganist Thomas Schmitz den feierlichen Gottesdienst.

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