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Ministerin Ina Scharrenbach überreicht Fördermittelbescheide an die Gemeinde und zwei Privatinitiativen

Ein Gefühl wie Weihnachten

Laer

Nach ihrem Besuch in der Stadt Horstmar hat Ministerin Ina Scharrenbach am Dienstagnachmittag auch die Nachbargemeinde Laer mit der Übergabe von Fördermittelbescheiden beglückt. Die Besucherin aus dem Landesministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung befand sich in Gesellschaft ihrer Parteikollegin Christina Schulze Föcking. Natürlich gehörte auch ein Eintrag in das Goldene Buch der Gemeinde zum Programm.

Von Sabine Niestertund

TuS-Vorsitzender Foto:

Draußen oder drinnen? Das wechselhafte Wetter am frühen Dienstagnachmittag erschwert die Entscheidung der Gastgeber, die sich schließlich dazu entschließen, Ministerin Ina Scharrenbach in der kleinen Turnhalle, statt auf dem Sportplatz zu empfangen. Die NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, die von ihrer Parteikollegin Christina Schulze Föcking begleitet wird, hat gleich mehrere Fördermittelbescheide im Gepäck, was sich für die erfolgreichen Antragsteller wie Weihnachten anfühlt.

Die größte Summe in Höhe von 356 000 Euro fließt an die Gemeinde, die sich im zweiten Anlauf erfolgreich für das Programm „Auf die Plätze fertig, los!“ beworben und entsprechende Anträge zur Sportstättenförderung gestellt hat. Dass das für eine kleine Gemeindeverwaltung wie Laer gar nicht so einfach war, weil sie kein eigenes Fördermanagement hat, gibt der stellvertretende Bürgermeister, Klemens Tacke, zu bedenken, der den urlaubenden Bürgermeister Manfred Klute vertritt. Ihm und dem Allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters, Maik ter Beek, dankt der Festredner ausdrücklich für ihre geleistete Arbeit. Zum fachbereichsübergreifenden „Fördermittelteam“, das zahlreiche zusätzliche Abendstunden investiert hat, um die erforderlichen Anträge auszuarbeiten und fristgerecht einzureichen, gehört auch Verwaltungsmitarbeiter Daniel Matlik von der Stabstelle für Klimaschutz, Dorfmarketing und Tourismus, der für die Akquise von Geldern zuständig ist. Sie alle haben gemeinsam für eine Sanierung und Aufwertung der in die Jahre gekommenen Sportstätten im Laerer Gemeindegebiet gekämpft und dabei verschiedene Konzepte erstellt, die mit einer Modernisierung verbunden sind, und zudem Verbesserungsmöglichkeiten für das lokale Vereinsleben und gesellschaftliche Miteinander enthalten sollen.

Wie wichtig die Förderung des Breitensports ist, betont Bürgermeister-Stellvertreter Tacke. So sollten beispielsweise die vorhandenen Sportstätten für neue Nutzer- und Bevölkerungsgruppen geöffnet, die Nutzungszeiten ausgedehnt, neue moderne Sportparkelemente erstellt, für Barrierefreiheit gesorgt und Angebote für Senioren, Berufstätige und „Sportmuffel“ geschaffen werden. Weitere Schwerpunkte seien die Förderung des sozialen Zusammenhalts und die „ökologische Nachhaltigkeit“, die unter anderem durch die Installation moderner und nachhaltiger Beleuchtungskonzepte (LED) erreicht werden soll.

„Die Transformation der Laerer Sportstätten in moderne und nachhaltige Sport- und Gesundheitsparks ist für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde von hoher Bedeutung“, bilanziert der Bürgermeister-Stellvertreter, dass die  Gemeinde Laer als Stärkungspaktkommune ohne finanzielle Unterstützung keine Chance habe, ihr ehrgeiziges Projekt zu verwirklichen.

Zu den Konzepten, die seitens der Verwaltung erstellt worden seien, gehöre das Quartierskonzept „Oll` LOar“. Dabei wurden integrierte städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen mit den Bürgern erarbeitet. In Ergänzung mit der Bürgerbefragung zur Alten- und Sozialraumplanung würden daraus nun Projekte entwickelt, die in den Jahren 2021 bis 2025 umgesetzt werden sollten, so Klemens Tacke.

Beeindruckt von den Leistungen der Antragsteller zeigt sich die Ministerin. Neben der Förderung von Kommunen liegt ihr aber auch die Unterstützung von Privatinitiativen am Herzen. So hat die Christdemokratin einen Fördermittelbescheid in Höhe von 50 000 Euro für die Dachsanierung der Ratsschänke mitgebracht, den sie Irina und David Potthoff überreicht. Die Eheleute haben das Gebäude vor zwei Jahren gekauft und sind dabei, die frühere Gaststätte samt der Kegelbahn zu renovieren. Zudem sanieren sie die Wohnungen über dem Lokal, die sie auf sechs aufgestockt haben. Mit der Fertigstellung rechnen die Potthoffs dann im kommenden Jahr.

Über eine finanzielle Unterstützung können sich auch Annette und Egon Schulte Altenroxel freuen. Stellvertretend für sie nimmt ihre Tochter Carmen Schulte Altenroxel die Förderbescheide in Höhe von 27 000 Euro für die Fassadensanierung des Haupthauses und die Sanierung des Torhauses entgegen. Damit wird die Geburtsstätte von Werner Rolevinck, des wohl berühmtesten Mannes, der jemals in der Gemeinde Laer gelebt hat, erhalten.

Nach der Feststunde in der Sporthalle, an der fast der gesamte Verwaltungsvorstand und viele Kommunalpolitiker teilnehmen, geht es noch zum Sportplatz. Dort bekommt TuS-Vorsitzender Thomas Schwier, der von einigen Vorstandsmitgliedern begleitet wird, den Fördermittelbescheid aus den Händen der Ministerin. Diese nimmt sich auch noch kurz Zeit, die Ratsschänke mitten im Dorf in Augenschein zu nehmen.

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